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Technische Analyse

Raps: Rapspreise in der Seitwärtsbewegung

von , am
29.09.2014

Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt in der der letzten Woche nochmals nachgegeben.

© Gina Sanders/fotolia.de
 
Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt in der der letzten Woche nochmals nachgegeben. Allerdings war der Druck von den deutlich stärker fallenden Sojapreisen sehr groß. Der Novemberkontrakt beendete den Handel am Freitag (26.09) bei 315,50 Euro. Das waren 3,0 Euro weniger als am Freitag der Vorwoche (318,50 Euro/t) und 6 Euro weniger als vor zwei Wochen (321,50 Euro/t). Das Open Interest (also die Summe aller offenen noch nicht glattgestellten Futurespositionen) lag am Freitag bei 28.755 und war damit 9 % niedriger als in der Vorwoche (31.740).
 
Am Montag (29.09) beginnen die Rapspreise die neue Woche an der MATIF mit einer Seitwärtsbewegung bzw. einem leichten Plus von 0,25 Euro und liegen für den Novemberkontrakt um 17:00 Uhr bei 315,75 Euro.
 
In der letzten Woche lag der Preistiefpunkt bei 308,75 Euro/t. In der Preisspitze kletterten die Rapspreise in der letzten Woche bis auf 318,50 Euro/t. Im Wochendurchschnitt lag der Rapspreis mit 313,8 Euro/t jedoch wieder deutlich unter dem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt von 321,11 Euro/t und auch unter dem 60-Tage-Durchschnitt von 325,83 Euro/t.
 
Die Preis-Volatilität hat in der letzten Woche mit 9,4 % im Vergleich zur Vorwoche mit 12,14 % etwas abgenommen und liegt auch unter dem Durchschnitt des letzten Monats (13,29 %). Im Vergleich zu den letzten drei Monaten (16,17%) war die Volatilität sogar deutlich geringer. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der letzten Woche lag bei 1647 Tsd. Euro und war damit rund 10 % kleiner als in der Vorwoche mit1836 Tsd. Euro, jedoch 14 % höher als im Durchschnitt der letzten 20 Handelstage mit 1.446 Tsd. Euro.
 
Der Relative Stärke Index (RSI), der anzeigt ob ein Markt überkauft der überverkauft ist, ist in der zweiten Hälfte der Vorwoche von 20 % auf gut 40 % gestiegen. Bei einem RSI von 40 % sind die Bären (Verkäufer) zwar noch in der Mehrheit, die Anzahl der Bullen (Käufer) hat jedoch wieder zugenommen und der Markt hält ganz offensichtlich eine weitere (moderrate) Preiserholung für möglich. Fundamental gesehen ist die Aussicht eine stärkere Preiserholung angesichts der riesigen Raps- und vor allem Sojaernte nicht sehr wahrscheinlich wie die Entwicklung am Sojamerkt zeigt.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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