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Technische Analyse

Weizen: Novemberfuture kommt wieder unter Druck

von , am
01.07.2014

Der Novemberkontrakt für Mahlweizen in Paris hat sich in der Woche bis zum 27. Juni seitwärts bewegt.

© imageteam/fotolia.de
 
Der Novemberkontrakt (neue Ernte) für Mahlweizen in Paris hat sich in der Woche bis zum 27. Juni seitwärts bewegt und ist am letzten Freitag (27.06) knapp unter der Marke von 188 Euro/t bei 187,75 Euro/t aus dem Handel gegangen. Im Wochendurchschnitt lag der Preis bei 187,00 Euro/t und war damit 0,4 % bzw. 0,8 Euro niedriger als in der Woche zuvor (187,79 Euro).
 
In die neue Woche (30.06) startet der Novemberkontrakt am Montag (17:00) mit einem kräftigen Abschlag und fällt um 2,00 Euro unter die wichtige Unterstützungslinie von 186 Euro/t auf nur noch 185,75 Euro/t. Auslöser für den Rückgang ist die massive die Preisschwäche am US-Terminmarkt
 
In der letzten Juniwoche erreichten die Weizenpreise in der Spitze noch 189,25 Euro/t und überwanden zum Ende der Woche erstmals seit Anfang Juni wieder den gleitendenden 12-Tage-Durchschnitt nach oben. Der Tiefpunkt der Preisentwicklung lag in der letzten Woche bei 185,00 Euro/t. Im Wochendurchschnitt blieb der Preis mit 187,00 Euro/t jedoch weiterhin unter dem 20-Tage-Durchschnitt von 188,89 Euro/t und erst Recht unter dem 60-Tage-Durchschnitt von 200,69 Euro/t.
 
Die Preis-Volatilität lag bei 11,5 % und hat damit im Vergleich zur Vorwoche (7,7 %) kräftig zugenommen und war auch höher als im Durchschnitt des letzten Monats (9,88 %). Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der letzten Woche stieg auf 2.933 Tsd. Euro und lag damit 11 % höher als in der Vorwoche (2.642 Tsd. Euro), blieb jedoch weiter unter dem Durchschnitt der letzten 20 Handelstage von 3041 Tsd. Euro und erst recht unter dem 3Monatsmittel von 5.444 Tsd. Euro.
 
Der Relative Stärke Index (RSI), der anzeigt ob ein Markt überkauft der überverkauft ist, hatte in der zweiten Hälfte der Vorwoche die Marke von 40 % überwunden und lag jetzt knapp unter 50 %. Bei einem RSI von knapp 50 % ist das Verhältnis von die Bären und Bullen relativ ausgeglichen und der Markt ist weder überkauft (Bullen) noch überverkauft (Bären).
 
Gleichzeitig spricht das Einpendeln des RSI zwischen 45 % und 50 % kurzfristig eher für eine Seitwärtsbewegung der Preise und erst einmal für eine Konsolidierung auf dem erreichten Niveau. Die am Montag (30.06) deutlich nachgebenden Preise am US-Termimarkt dürften jedoch nicht ohne Wirkung auf die Weizenpreise in Europa bleiben und diese mit nach unten ziehen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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