Login
Technische Analyse

Weizen: Novemberfuture mit technischer Gegenreaktion

von , am
29.09.2014

Der Novemberkontrakt für Mahlweizen hat in der am Terminmarkt in Paris in der Woche zum 26. September noch einmal leicht verloren.

© Gina Sanders/fotolia.de
 
Der Novemberkontrakt für Mahlweizen hat in der am Terminmarkt in Paris in der Woche zum 26. September noch einmal leicht 1 Prozent verloren und beendete den Handel am Freitag (26.09) mit 152,0 Euro und damit 1,5 Ct unter der Marke vom Freitag (19.09) davor  mit 153,50 Euro und 10,75 Euro  billiger als am Freitag (12.09) vor zwei Wochen  mit 162,75 Euro. Das Open Interest (also die Summe aller offenen noch nicht glattgestellten Futurespositionen) lag am Freitag bei 132.519 und war damit 5,5 % niedriger als in der Vorwoche (140.274).
 
Zweimal durchbrachen die Preise in der letzten Woche die technisch (und psychologisch) wichtige Widerstandslinie von 150 Euro/t nach unten, konnten sich dann am Ende der Woche jedoch wieder erholen. Der Preistiefpunkt lag letzte Woche bei 148,50 Euro/t (Tief). In der Spitze kletterten die Weizenpreise bis auf 154,50 Euro/t nach oben (Hoch). Im Wochendurchschnitt lag der Weizenpreis mit 151,40 Euro/t weiterhin sehr deutlich unter dem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt von 163,02 Euro/t und erst Recht unter dem 60-Tage-Durchschnitt von 172,71 Euro/t.
 
In die neue Woche (29.09) startet der Novemberkontrakt am Montag (16:00) mit einem leichten Plus von 1,25 Euro auf 153,25 Euro/t und bewegt sich damit weiter moderat nach oben.   
 
Die Preis-Volatilität war in der letzten Woche mit 18,58 % etwas geringer als in der Vorwoche mit 23,72 Prozent jedoch etwas höher als im Durchschnitt des letzten Monats (17,49 %) und auch höher als im Mittel der letzten drei Monate (17,56%). Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der letzten Woche lag bei 4086 Tsd. Euro und war damit knapp 3 % höher als in der Vorwoche (3980 Tsd. Euro) und sogar 10,5 % höher als im Durchschnitt der letzten 20 Handelstage mit 3699 Tsd. Euro. Gleichzeitig entsprach das Handelsvolumen jedoch etwa dem täglichen Mittel der letzten 60 Tage von 4.036 Tsd. Euro.
 
Der Relative Stärke Index (RSI), der anzeigt ob ein Markt überkauft der überverkauft ist, hat sich in der zweiten Hälfte der letzten Vorwoche wieder über die Marke von 20 % bewegt, bleibt damit jedoch dennoch ausgesprochen niedrig (bärisch). Bei einem RSI von etwas mehr als 20 % sind die Bären (fallende Preise) weiterhin deutlich in der Überzahl. Gleichzeitig erscheint der Markt aus technischer Sicht jedoch weiterhin überverkauft und es könnte zu einer weiteren technischen Gegenreaktion (Preisanstieg) kommen. Fundamental gesehen ist die Aussicht eine weiteren stärkere Preiserholung derzeit jedoch eher gering und kurzfristig nicht sehr wahrscheinlich. 
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
Auch interessant