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Analyse

Aufwärtstrend der Rinderpreise ungebrochen

von , am
17.06.2015

Die Bullenpreise klettern auch Mitte Juni weiter nach oben. Dabei steigen die Preise mittlerweile für alle Qualitätsklassen.

Die Preise für Jungbullen der Handelsklasse O3 liegen mit 3,45 Euro/kg 21 Cent über dem Vorjahr. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Bullenpreise klettern auch Mitte Juni weiter nach oben. Dabei steigen die Preise mittlerweile für alle Qualitätsklassen. Bei Schlachtkühen steigen die Preise für die meisten Qualitätsklassen ebenfalls weiter. Nur für R-Kühe bleibt das Niveau diese Woche unverändert. Damit setzt sich die sehr feste Tendenz sowohl bei den Bullenpreisen als bei Schlachtkühen auch Mitte Juni fort. Obwohl die Preise gestiegen sind, hat die Zahl der geschlachteten Bullen und bei Kühen kräftig zugenommen. Dies deutet auf eine anziehende Nachfrage der Schlachtunternehmen hin.
 
Bullenpreise gehen weiter nach oben
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 14. Juni ein Preis von 3,67 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und 1 Cent mehr als in der Woche zuvor (3,66) und 19 Cent mehr wie im letzten Jahr (3,48) zu diesem Termin. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte im Bundesmittel 3,35 Euro/kg ausgezahlt und damit 2 Cent mehr als letzte Woche (3,33) und 17 Cent mehr als vor einem Jahr (3,18).
 
Die Preise für U3-Bullen legten in der letzten Woche um 2 Cent auf 3,74 Euro/kg zu und sind damit 20 Cent höher als vor einem Jahr (3,54). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,49 Euro auf 3,48 Euro zurückgegangen und gaben in den kommenden Wochen noch bis auf 3,46 Euro kg SG nach.
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Kuhpreise überwiegend gestiegen
Die Preise für Schlachtkühe sind in der Woche bis 14. Juni ebenfalls weiter gestiegen, allerdings nicht für alle Qualitätsklassen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,33 Euro/kg SG und eben so viel wie in der Woche zuvor und 14 Cent mehr als vor einem Jahr (3,19). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte in der aktuellen Schlachtwoche 3,23 Euro/kg und damit 2 Cent höhere Preise als vorige Woche ausgezahlt. Für Kühe dieser Kategorie sind die Preise derzeit 23 Cent höher als vor einem Jahr (3,00).
 
Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 2 Cent auf 2,50 Euro/kg gestiegen. Damit sind die P2-Preise 20 Cent höher als im Jahr 2014 (2,30). Im letzten Jahr (2014) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin mit von 3,18 Euro auf 3,19 Euro gestiegen und haben dann noch bis auf 3,20 Euro zugelegt.
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Rinderschlachtung nimmt kräftig zu
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 14. Juni gegenüber Vorwoche um 11 % auf 21.645 Tiere zu. Im Vergleich zu der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (16.262) war die Schlachtmenge in dieser Woche jedoch 33 % größer. Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm nach den Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 14. Juni gegenüber der Vorwoche um 5,6 % auf 16.165 Tiere zu. Gegenüber vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (14.609) war die Schlachtmenge bei Kühen jedoch sogar um 11 % größer.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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