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Analyse

Bullenpreise unter Druck, Kuhpreise erstmals schwächer

von , am
20.05.2015

Die Bullenpreise kommen Ende Mai nun doch deutlich unter Druck. Bei Schlachtkühen geben die Preise zum ersten Mal in diesem Jahr leicht zurück.

© Frédéric Prochasson/Fotolia
 
Die Bullenpreise kommen Ende Mai nun doch deutlich unter Druck. Bei Schlachtkühen gehen die Preise zum ersten Mal in diesem Jahr leicht zurück. Dabei liegen sowohl die Bullenpreise als die Preise für Schlachtkühe in Deutschland unverändert deutlich über der Vorjahreslinie. Bei Bullen folgen die Preise jedoch dem zu diesem Termin saisonal durchaus üblichen Trend bis etwa Juli/August nach unten. Die Preise für Schlachtkühe sind in den letzten Jahren hingegen ebenfalls aus saisonalen Gründen bis in den Juni, teilweise auch bis in den Juli hinein, gestiegen und haben erst dann nachgegeben.
 
Bullenpreise geben deutlich nach
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 17. Mai ein Preis von 3,65 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit 5 Ct weniger wie in der Woche zuvor (3,70), jedoch noch 8 Centt mehr wie im letzten Jahr (3,57) zu diesem Termin. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte zuletzt im Bundesmittel 3,30 Euro/kg ausgezahlt und damit 4 Cent weniger als letzte Woche (3,34) und noch 3 Ct mehr als vor einem Jahr (3,27). Die Preise für U3-Bullen gaben in der letzten Woche ebenfalls um 4 Ct auf 3,72 Euro/kg nach und sind damit noch 8 Ct höher als vor einem Jahr (3,64). Im vorigen Jahr (2014) blieben die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 3,57 Euro unverändert und gaben dann bis zur Jahresmitte um weitere 11 Ct bis auf 3,46 Euro kg SG nach.
 
Kuhpreise erstmals in diesem Jahr rückläufig
Die Preise für Schlachtkühe sind in der Woche bis 17. Mai erstmals in diesem Jahr zurückgegangen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,32 Euro/kg SG und damit 1 Ct weniger als in der Woche zuvor und 17 Ct mehr als vor einem Jahr (3,15). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der aktuellen Schlachtwoche mit 3,19 Euro/kg und damit 3 Ct niedrigere Preise ausgezahlt. Für Kühe dieser Kategorie sind die Preise derzeit 25 Ct höher als vor einem Jahr (2,94). Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 4 Ct auf 2,44 Euro/kg zurückgegangen. Damit sind die P2-Preise noch 18 Ct höher als im Jahr 2014 (2,26). Im letzten Jahr (2014) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,13 Euro auf 3,15 Euro gestiegen und haben bis zur Jahresmitte noch bis auf 3,20 Euro zugelegt.
 
Rinderschlachtung feiertagsbedingt deutlich kleiner
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche um einen Schlachttag verkürzten Woche (Himmelfahrt) bis zum 17. Mai gegenüber der nicht verkürzten Vorwoche um 20 % auf 17.437 Tiere ab. Im Vergleich zu der nicht verkürzten Woche aus dem vorigen Jahr (23.355) war die Schlachtmenge in dieser Woche 27 % kleiner. Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm nach den Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 17. Mai gegenüber der nicht verkürzten Vorwoche um 19 % auf 13.763 Tiere ab. Im Vergleich zum vorigen Jahr (18.461) ist die Schlachtmenge bei Kühen 25 % kleiner.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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