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Analyse

Bullenpreise etwas schwächer, Kuhpreise steigen

von , am
30.01.2015

Ende Januar gaben die Bullenpreise im oberen Qualitätsbereich etwas nach. Dagegen steigen die Preise für Schlachtkühe weiter an.

© Mühlhausen/landpixel
 
Ende Januar gaben die Bullenpreise im oberen Qualitätsbereich etwas nach und blieben im unteren Qualitätssegment (Hkl. O) unverändert. Dagegen steigen die Preise für Schlachtkühe weiter an. Gleichzeitig gingen die Schlachtzahlen sowohl bei Bullen als auch bei Kühen kräftig zurück. Im Vergleich zum letzten Jahr (2014) ist das Preisniveau bei besseren Bullen (Hkl. U und R) derzeit etwas höher, während Schlachtkühe rund 15 Ct schlechter bezahlt werden. Die Schlachtzahlen sind bei Bullen ähnlich hoch wie im letzten Jahr zu diesem Termin und bei Kühen geringfügig höher.
 
Bullenpreise geben leicht nach
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 25. Januar ein Preis von 3,79 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit 2 Ct weniger als vorige Woche (3,81). Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte im Bundesmittel 3,41 Euro/kg ausgezahlt und damit eben so viel wie letzte Woche (3,41). Die Preise für U-3-Bullen haben hingegen um 3 Ct auf 3,88 Euro/kg nachgegeben. Gleichzeitig sind die Bullenpreise (R 3) in der aktuellen Woche 3 Ct höher als im letzten Jahr (3,76 Euro). Die Preise für U3-Bullen sind ebenfalls 4 Ct höher als im Januar 2014 (3,84). Dagegen sind die Preise für O-Bullen sogar 8 Ct niedriger als ein Jahr zuvor (3,49). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,77 Euro/kg auf 3,76 Euro zurückgegangen.
 
Kuhpreise erholen sich weiter
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis 25. Januar für die meisten Kategorien zugelegt. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte letzte Woche 2,86 Euro/kg SG und damit 1 Ct mehr als in der Woche zuvor. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 25. Januar mit 2,61 Euro/kg hingegen 4 Ct höhere Preise ausgezahlt. Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 2 Ct auf 1,88 Euro/kg gestiegen. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,01) sind die derzeitigen Kuhpreise jedoch (trotz des Anstiegs) 15 Ct niedriger. Die Preise für O3-Kühe sind 11 Ct niedriger als im Januar 2014 und P2-Kühe werden 16 Ct schlechter bezahlt als ein Jahr zuvor. Im letzten Jahr (2014) hatten die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin um 1 Ct auf 3,01 Euro/kg nachgegeben.
 
Schlachtzahlen nehmen kräftig ab
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 25. Januar gegenüber der Vorwoche um 12 % auf 20.388 Tiere ab. Im Vergleich zum vorigen Jahr (20.000) ist die Schlachtmenge ähnlich groß. Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 25. Januar gegenüber der Vorwoche um 9 % auf 22.256 Tiere abgenommen und ist zudem 9 % größer als die Bullenschlachtung. Im Vergleich zum vorigen Jahr (21.585) ist die Schlachtmenge bei Kühen geringfügig um 3 % größer. Nach den vorläufigen Daten der EU-Kommission war die Bullenschlachtung in Deutschland im Jahr 2014 etwa 1,7 % größer als 2013. Die Zahl der geschlachteten Kühe war danach 2014 in Deutschland rund 4,9 % größer als 2013.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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