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Analyse

Bullenpreise runter, Kuhpreise hoch

von , am
02.04.2015

Zum Monatswechsel setzt sich der gegenläufige Preistrend bei Bullen und Schlachtkühen fort

Die Preise für Jungbullen der Handelsklasse O3 liegen mit 3,45 Euro/kg 21 Cent über dem Vorjahr. © Mühlhausen/landpixel
 
Zum Monatswechsel setzt sich der gegenläufige Preistrend bei Bullen und Schlachtkühen erst einmal fort. Während die Bullenpreise weiter zurückgehen, haben die Kuhpreise ihre Preisspitze noch nicht erreicht. Auf beiden Märkten folgen die Preise allerdings dem saisonal üblichen Trend, der sich durchaus bis in den Juni hinein fortsetzten kann. Das zeigt jedenfalls die Entwicklung der Rinderpreise in den letzten Jahren. Derzeit bewegen sich die Kuhpreise jedoch bereits recht deutlich über der Vorjahreslinie und auch die Bullenpreise sind trotz des anhaltenden Preisrückgangs zumindest im oberen (U-Bullen) und mittleren Qualitätsbereich (R-Bullen) immer noch höher als im letzten Jahr zu diesem Termin.
 
Rückgang der Bullenpreise schwächt sich ab
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 29. März ein Preis von 3,78 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit 3 Ct weniger als vorige Woche (3,81) jedoch immer noch 7 Ct mehr als im letzten Jahr (3,71). Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte zuletzt im Bundesmittel 3,39 Euro/kg ausgezahlt und 5 Ct weniger als letzte Woche (3,44) und zudem auch 3 Ct weniger als vor einem Jahr (3,42). Die Preise für U-3-Bullen haben in der letzten Woche um 3 Ct auf 3,85 Euro/kg nachgegeben, sind damit noch 6 Ct höher als vor einem Jahr (3,79). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,73 Euro auf 3,71 Euro zurückgegangen und gaben dann bis zur Jahresmitte noch um rund 30 Ct bis auf 3,46 Euro kg SG nach.
 
Kuhpreise steigen weiter
Die Preise für Schlachtkühe sind in der Woche bis 29. März weiter gestiegen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,21 Euro/kg SG und damit 2 Ct mehr als in der Woche zuvor und 7 Ct mehr als vor einem Jahr (3,14). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der aktuellen Schlachtwoche mit 3,09 Euro/kg ebenfalls 2 Ct höhere Preise ausgezahlt. Für diese Kategorie sind die Preise zudem 18 Ct höher als vor einem Jahr (2,91). Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 2 Ct auf 2,36 Euro/kg gestiegen. Damit sind die P2-Preise noch 14 Ct höher als im Jahr 2014 (2,22). Im letzten Jahr (2014) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,13 Euro/kg auf 3,14 Euro gestiegen und haben dann bis zur Jahresmitte bis auf 3,20 Euro zugelegt.
 
Rinderschlachtung geht weiter zurück
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 29. März deutlich um knapp 5 % auf 20.117 Tiere ab. Im Vergleich zum vorigen Jahr (23.651) war die Schlachtmenge in dieser Woche sogar 15 % kleiner. Die Zahl der geschlachteten Kühe ging nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 29. März gegenüber der Vorwoche um 2,3 % auf 18.706 Tiere zurück. Im Vergleich zum vorigen Jahr (19.775) ist die Schlachtmenge bei Kühen 5,5 % kleiner. Allerdings war das Osterfest im vorigen Jahr (2014) auch 2 Wochen später (18.-21. April), so dass sich auch der saisonale Nachfragehöhepunkt zeitlich weiter nach hinten verschoben war.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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