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Analyse

Bullenpreise steigen auf Zweijahreshoch

von , am
19.02.2015

Mitte Februar sind die Preise für Jungbullen so hoch wie seit fast zwei Jahren nicht mehr und dauch die Preise für Schlachtkühe legen weiter sehr kräftig zu.

© Mühlhausen/landpixel
 
Mitte Februar sind die Preise für Jungbullen so hoch wie seit fast zwei Jahren nicht mehr und der Preisanstieg setzt sich sogar weiter fort. Auch die Preise für Schlachtkühe legen weiter sehr kräftig zu, und sind mittlerweile nicht mehr allzu weit vom Vorjahresniveau entfernt. Dabei haben die sehr hohen Bullenpreise sogar wieder mehr Tiere auf den Markt gezogen, für die die Schlachter dennoch mehr Geld ausgegeben haben. Das deutete doch sehr auf einen nachfragegetrieben Preisanstieg hin. Ein Grund für den sehr kräftigen Preisanstieg hierzulande dürfte die im letzten Jahr drastisch geschrumpfte Produktion in Italien und die daraus entstandenen deutlich verbesserten Absatzmöglichkeiten für qualitativ hochwertiges Bullenfleisch sein.
 
Bullenpreise auf höchsten Stand seit 2013
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 15. Februar ein Preis von 3,89 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit 5 Ct mehr als vorige Woche (3,84) und 11 Ct mehr als im letzten Jahr (3,78). Höhere Preise wurden für Jungbullen zuletzt im April 2013 gezahlt also vor rund 2 Jahren. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte zuletzt im Bundesmittel 3,51 Euro/kg ausgezahlt und damit 6 Ct mehr als letzte Woche (3,45) und nur noch 2 Ct weniger als vor einem Jahr (3,53). Die Preise für U-3-Bullen haben in der letzten Woche um 4 Ct auf 3,95 Euro/kg zugelegt und sind damit 8 Ct höher als vor einem Jahr (3,87). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin bei 3,78 Euro stabil geblieben und gaben dann am April bis zur Jahresmitte deutlich nach.
 
Kuhpreise machen weiteren Sprung
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis 15. Februar erneut sehr kräftig zugelegt. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte letzte Woche 2,98 Euro/kg SG und damit 6 Ct mehr als in der Woche zuvor und nur noch 7 Ct weniger als vor einem Jahr (3,05). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 15. Februar mit 2,83 Euro/kg sogar 10 Ct höhere Preise ausgezahlt als letzte Woche. Für diese Kategorien sind die Preise jetzt 2 Ct höher als vor einem Jahr (2,81). Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 8 Ct auf 2,09 Euro/kg gestiegen. Damit sind die P2-Preise noch 2 Ct niedriger als Jahr 2014 (2,11). Im letzten Jahr (2014) waren die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 3,05 Euro/kg unverändert und haben bis zur Jahresmitte weiter kräftig zugelegt.
 
Schlachtzahlen deutlich unter Vorjahr
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 15. Februar gegenüber der Vorwoche um knapp 9 % auf 20.307 Tiere zu. Im Vergleich zum vorigen Jahr (22.885) ist die Schlachtmenge 11 % kleiner. Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 15. Februar gegenüber der Vorwoche hingegen um knapp 3 % auf 18.601 Tiere abgenommen. Im Vergleich zum vorigen Jahr (20.450) war die Schlachtmenge sogar um 11 % kleiner.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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