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Analyse

Bullenpreise steil nach unten, Kuhpreise sehr fest

von , am
26.03.2015

Kurz vor dem Monatswechsel zeigt die Preiskurve bei Jungbullen steil nach unten.

© Mühlhausen/landpixel

Kurz vor dem Monatswechsel zeigt die Preiskurve bei Jungbullen steil nach unten. Ganz offensichtlich übersteigt das aktuelle Angebot den derzeitigen Bedarf der Schlachter deutlich, denn das Ostergeschäft ist wohl im Wesentlichen abgewickelt. Trotzt des scharfen Preisrückgangs sind die Bullenpreis jedoch noch immer höher als im letzten Jahr zu diesem Termin. Bei Kühen setzt sich der Preisanstieg auch Ende März weiter fort, auch wenn das Tempo der steigenden Preisen sich spürbar verlangsamt hat und auch nicht mehr für alle Qualitätsklassen mehr Geld geboten wird. Gleichzeitig bewegen sich die Kuhpreise jedoch recht deutlich über der Vorjahreslinie. Aus saisonalen Gründen könnte sich der Rückgang der Bullenpreise in den nächsten Wochen weiter fortsetzen. Dagegen steigen die Preise für Schlachtkühe aus den gleichen Gründen üblicherweise bis zur Jahresmitte weiter an oder dürften sich zumindest auf dem erreichten Niveau behaupten.
 
Bullenpreise fallen kräftig
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 22. März ein Preis von 3,81 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit nochmals 6 Ct weniger als vorige Woche (3,87), jedoch immer noch 8 Ct mehr als im letzten Jahr (3,73). Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte zuletzt im Bundesmittel 3,44 Euro/kg ausgezahlt und damit 9 Ct weniger als letzte Woche (3,53) und bereits 2 Ct weniger als vor einem Jahr (3,46). Die Preise für U-3-Bullen haben in der letzten Woche um 6 Ct auf 3,88 Euro/kg nachgegeben und sind damit noch 7 Ct höher als vor einem Jahr (3,81). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,74 Euro auf 3,73 Euro zurückgegangen und gaben dann von Ende März bis zur Jahresmitte um rund 30 Ct bis auf 3,46 Euro nach nach.
 
Kuhpreise steigen jetzt langsamer
Die Preise für Schlachtkühe sind in der Woche bis 22. März überwiegend weiter gestiegen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,19 Euro/kg SG und damit 2 Ct mehr als in der Woche zuvor und 6 Ct mehr als vor einem Jahr (3,13). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der aktuellen Schlachtwoche mit 3,07 Euro/kg unveränderte Preise ausgezahlt. Für diese Kategorie sind die Preise derzeit 17 Ct höher als vor einem Jahr (2,90). Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 1 Ct auf 2,34 Euro/kg gestiegen. Damit sind die P2-Preise noch 12 Ct höher als Jahr 2014 (2,22). Im letzten Jahr (2014) waren die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,12 Euro/kg auf 3,13 Euro gestiegen und haben dann bis zur Jahresmitte bis auf etwa 3,20 Euro zugelegt.
 
Rinderschlachtung geht weiter zurück
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 22. März deutlich um knapp 10 % auf 21.150 Tiere ab. Im Vergleich zum vorigen Jahr (22.739) war die Schlachtmenge in dieser Woche damit erstmals wieder 7 % kleiner. Die Zahl der geschlachteten Kühe ging nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 22. März gegenüber der Vorwoche um 3,1 % auf 19.134 Tiere zurück. Im Vergleich zum vorigen Jahr (18.893) ist die Schlachtmenge bei Kühen jedoich noch gut 1 % größer.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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