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Analyse

Bullenpreise ziehen noch einmal an

von , am
18.12.2014

Die Bullenpreise sind in der zweiten Dezemberwoche wieder gestiegen und folgen damit dem saisonal typischen Verlauf.

© Frédéric Prochasson/Fotolia
Die Bullenpreise sind in der zweiten Dezemberwoche wieder gestiegen und folgen damit dem saisonal typischen Verlauf. Auch in den letzten drei Jahren sind die Bullenpreise zum Jahresende hin gestiegen. Gleichzeitig ging die Anzahl der geschlachteten Bullen in der letzten Woche um 7 Prozent zurück. Dennoch bleibt die wöchentliche Schlachtmenge damit im Jahresvergleich immer noch relativ hoch. Die Preise für Schlachtkühe haben letzte Woche hingegen überwiegend nachgegeben und sich nur für den den unteren Qualitätsbereich behauptet. In den letzten drei Jahren sind die Kuhpreise zum Jahresende hin hingegen immer einmal gestiegen. Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm in der letzten Woche allerdings nochmals um 6 % zu.
 
Bullenpreise steigen wieder
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 14. Dezember ein Preis von 3,69 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit 2 Ct mehr als in der Woche zuvor. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,28 Euro/kg gezahlt und damit 1 Ct mehr als letzte Woche. Die Preise für U-3-Bullen haben um 2 Ct auf 3,78 Euro/kg zugelegt. Damit haben die Auszahlungspreise für Jungbullen nach einer etwas schwächeren Vorwoche wieder zugelegt und folgen damit auch dem saisonal typischen Verlauf der letzten Jahre. Damit sind die Bullenpreise (R 3) nur noch 4 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,73 Euro). Vor einem Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 3,73 Euro/kg unverändert geblieben, in den letzten beiden Wochen des Jahres jedoch noch einmal kräftig gestiegen.
 
Kuhpreise geben wieder nach
Die Preise für Schlachtkühe haben sich in der Woche bis zum 14. Dezember in überwiegend nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte letzte Woche 2,80 Euro/kg SG und damit 1 Ct weniger als in der Vorwoche. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 14. Dezember mit 2,48 Euro/kg 2 Ct niedrigere Preise ausgezahlt. Gleichzeitig blieben die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) mit 1,80 Euro/kg unverändert. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (2,96) sind die derzeitigen Kuhpreise 16 Ct niedriger. Im letzten Jahr (2013) waren die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 2,96 unverändert geblieben, sind in den letzten zwei Wochen des Jahres jedoch noch einmal kräftig gestiegen.
 
Weniger Bullen, mehr Kühe geschlachtet
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 17. Dezember um 7,3 % auf 25.386 Tiere ab. Das BLE hatte für die ersten neun Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und September) offiziell einen Zuwachs der Bullen-Schlachtung von 3,0 % ermittelt. Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 14. Dezember hingegen mit 26,931 Tieren nochmals um 6,2 % zugenommen und sir damit wieder größer als die Bullenschlachtung. Das BLE hat für die ersten neun Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und September) offiziell eine Zunahme Kuhschlachtung von 4,2 % ausgewiesen. Seit Juni liegt die Kuhschlachtung allerings deutlich über dem Vorjahr.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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