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Analyse

Bullenschlachtung auf Jahreshoch, Preise behauptet

von , am
02.10.2014

Der Anstieg der Bullenpreise kommt zum Monatswechsel erst einmal zum Stillstand. Bei Schlachtkühen geben die Preise vor allem für die schwächeren Qualitäten weiter nach.

© Mühlhausen/landpixel
Der Anstieg der Bullenpreise kommt zum Monatswechsel erst einmal zum Stillstand. Gleichzeitig sind die Schlachtzahlen jedoch sehr hoch und lassen eine unverändert starke Nachfrage der Schlachtindustrie erkennen. Dabei erreicht die Zahl geschlachteten Bullen zum Monatswechsel den bislang höchsten Wert in diesem Jahr. Bei Schlachtkühen geben die Preise vor allem für die schwächeren Qualitäten weiter nach, können sich im oberen Bereich jedoch behaupten. Gleichzeitig nehmen die Schlachtzahlen bei Kühen nochmals kräftig zu und befinden sich auf höchsten Stand seit Januar.
 
Anstieg der Bullenpreise kommt zum Stillstand
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 28. September ein Preis von 3,56 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit 1 Ct mehr als in der Woche zuvor. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,24 Euro/kg gezahlt und damit eben so viel wie letzte Woche. Der Preise für U-3-Bullen waren mit 3,63 Euro/kg ebenfalls unverändert. Damit behaupten sich die Auszahlungspreise für Jungbullen zum Monatswechsel erst einmal auf dem erreichten Niveau. Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) derzeit 6 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,64 Euro) und 45 Ct niedriger als im Jahr 2012 (4,01 Euro). Im letzten Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,67 Euro auf 3,64 Euro/kg zurückgegangen, haben sich dann jedoch ab Mitte Oktober wieder kräftig erholt.
 
Bullenschlachtung mit Jahresrekord
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 28. September nochmals um 0,9 % auf 23.688 zu. Das ist die größte wöchentliche Anzahl an geschlachteten Jungbullen in diesem Jahr. Das BLE hatte für die ersten sieben Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Juli) offiziell einen Zuwachs der Bullen-Schlachtung von 3,7 % ermittelt.
 
Preise für Kühe weiter unter Druck
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 28. September vor allem für die schwächeren Qualitäten nachgegeben und sich im oberen Bereich behauptet. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte weiterhin noch 3,01 Euro/kg SG und damit ebenso viel wie in der Vorwoche. Sei Mitte Juli haben die Preise für R3-Kühe um 19 Ct nachgegeben und liegen auf dem bisherigen Jahrestief vom Januar (3,01). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 28. September mit 2,74 Euro/kg und damit 1 Ct niedrigere Preise ausgezahlt. Gleichzeitig gaben die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 4 Ct auf 2,06 Euro/kg nach. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,18 Euro/kg), sind die derzeitigen Kuhpreise 17 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,49 Euro/kg) wird um 48 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,23 Euro/kg SG auf 3,18 Euro zurückgegangen.
 
Kuhschlachtung auf dem höchsten Stand seit Januar
Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 28. September um 8,6 % auf 23.206 Tiere zugenommen und bewegt sich damit auf dem höchsten Stand seit Mitte Januar 2014. Das BLE hat für die ersten sieben Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und Juli) offiziell eine Zunahme Kuhschlachtung von knapp 3,3 % ausgewiesen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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