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Analyse

Kuhpreise fallen weiter, Bullen unverändert

von , am
02.10.2015

Die Preise für Schlachtkühe geben zum Monatswechsel erneut kräftig nach und erreichen jetzt fast die Vorjahreslinie.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Schlachtkühe geben zum Monatswechsel erneut kräftig nach und erreichen jetzt fast die Vorjahreslinie. Eine Abschwächung des Preisrückgangs zeichnet sich weiterhin nicht ab. Das Angebot an Kühen bleibt ähnlich groß wie in der vorigen Woche. Im vorigen Jahr haben sich die Kuhpreise erst im November stabilisiert. Bei Bullen haben sich die Preise kurz vor dem Monatswechsel nicht verändert. Im vorigen Jahr sind die Bullenpreise allerdings noch bis zum Ende des Jahres kräftig gestiegen. Gleichzeitig geben die Preise für Schlachtfärsen diese Woche in allen Qualitätsbereichen deutlich nach. Die Preise für Schlachtkälber (150 kg) steigen indessen sehr kräftig.
 
Bullenpreise verändern sich nicht
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 27. September ein Preis von 3,75 Euro kg SG (Hkl. R3) ausgezahlt und damit der gleiche Preis wie in der Woche zuvor (3,75) und 19 Cent mehr wie im vorigen Jahr (3,56) zu diesem Termin. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte vorige Woche im Bundesmittel 3,46 Euro/kg ausgezahlt und damit 1 Cent mehr wie in der vorigen Woche (3,45) und 22 Cent mehr als vor einem Jahr (3,24).
 
Die Preise für U3-Bullen haben sich mit 3,82 Euro/kg die zweite Woche in Folge nicht verändert und sind damit 21 Cent höher als vor einem Jahr (3,63). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,55 Euro auf 3,56 Euro leicht gestiegen.
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Kuhpreise fallen auf Vorjahreslinie
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 27. September weiter kräftig nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte noch 3,03 Euro/kg SG und damit 5 Cent weniger als eine Woche zuvor (3,08) und noch 2 Cent mehr als im vorigen Jahr (3,01). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte in der letzten Schlachtwoche 2,74 Euro/kg und damit 3 Cent weniger als in der vorigen Woche (2,77) ausgezahlt.
 
Für Kühe dieser Kategorie sind die Preise jetzt genau so hoch wie vor einem Jahr (2,74). Außerdem sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 3 Cent auf 2,05 Euro/kg zurückgegangen. Damit sind die P2-Preise jetzt sogar 1 Cent niedriger als im Jahr 2014 (2,06). Im vorigen Jahr (2014) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 3,01 Euro unverändert geblieben, dann jedoch bis November weiter gefallen.
 
Färsenpreise geben deutlich nach
Die Preise für Schlachtfärsen sind in der Woche bis zum 27. September zurückgegangen und sind zudem niedriger als im vorigen Jahr. Für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,60 Euro/kg SG und damit 4 Cent weniger als eine Woche zuvor (3,64) und 6 Cent weniger als im vorigen Jahr (3,66). Für Schlachtfärsen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte in der letzten Schlachtwoche 2,79 Euro/kg und damit 2 Cent weniger als in der vorigen Woche (2,81) ausgezahlt.
 
Für Färsen dieser Kategorie sind die Preise 3 Cent niedriger als vor einem Jahr (2,82). Gleichzeitig sind die Preise für Färsen des oberen Qualitätssegments (U3) um 3 Cent auf 3,65 Euro/kg zurückgegangen. Damit sind die U3-Preise jetzt noch 5 Cent niedriger als im Jahr 2014 (3,71). Im vorigen Jahr (2014) sind die Färsenpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 3,66 Euro unverändert gbelieben.
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Schlachtung bei Kühen und Bullen niedriger als 2014
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 27. September um 3,5 % auf 22.029 Tieren zugenommen (Vw: 21.266) und bleibt damit relativ hoch. Gegenüber der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (23.668) war die Schlachtmenge in dieser Woche jedoch fast 7 % kleiner.
 
Die Zahl der geschlachteten Kühe blieb nach den Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 27. September auf hohem Niveau stabil bei 22.260 Tieren (Vw: 22.285) und übertrifft zudem die Bullenschlachtung. Gegenüber der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (23.206) war die Schlachtmenge bei Kühen 4,1 % kleiner.
 
Die Zahl der geschlachteten Färsen hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 27. September um 1,2 % auf 7.241 Tiere zugenommen (Vw: 7.151) und liegt damit erneut deutlich um 16 % höher als im vorigen Jahr (6.237).
 
Dr. Olaf Zinke
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