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Analyse

Kuhpreise fallen kräftig, Bullenpreise höher

von , am
17.09.2015

Die Schlachtzahlen nehmen Mitte September besonders bei Kühen, aber auch bei Bullen zu.

© Frédéric Prochasson/Fotolia
 
Die Schlachtzahlen nehmen Mitte September besonders bei Kühen, aber auch bei Bullen zu. Dabei geht es für die Kuhpreise vor allem im unteren Qualitätsbereich sehr kräftig nach unten, während die Bullenpreise, trotz des größeren Angebots, weiter leicht steigen. Beide Preisbewegungen entsprechen jedoch dem saisonal üblichen Trend. Dabei sind die Kuhpreise im unteren Qualitätssegment nicht mehr allzu weit von den Vorjahrespreisen entfernt, während die Bullenpreise noch deutlich darüber liegen.
 
Bullenpreise steigen nochmals leicht
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 13. September ein Preis von 3,74 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit 1 Cent mehr als in der Woche zuvor (3,73) und 20 Cent mehr als im letzten Jahr (3,53) zu diesem Termin. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte letzte Woche im Bundesmittel 3,45 Euro/kg ausgezahlt und damit ebenfalls 1 Cent mehr wie in der vorigen Woche (3,44) und 23 Cent mehr als vor einem Jahr (3,22).
 
Die Preise für U3-Bullen sind ebenfalls um 1 Cent auf 3,82 Euro/kg gestiegen und sind damit 21 Cent höher als vor einem Jahr (3,61). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,51 Euro auf 3,53 Euro gestiegen.
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Kuhpreise geben sehr kräftig nach
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 13. September vor allem im unteren Qualitätssegment kräftig nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte noch 3,09 Euro/kg SG und damit 3 Cent weniger als eine Woche zuvor (3,12) und noch 7 Cent mehr als vor einem Jahr (3,02). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte in der aktuellen Schlachtwoche 2,81 Euro/kg und damit 8 Cent weniger als in der vorigen Woche (2,89) ausgezahlt. Für Kühe dieser Kategorie sind die Preise derzeit 5 Cent höher als vor einem Jahr (2,76).
 
Außerdem sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 8 Cent auf 2,12 Euro/kg zurückgegangen. Damit sind die P2-Preise nur noch 2 Cent höher als im Jahr 2014 (2,10). Im vorigen Jahr (2014) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,04 auf 3,02 Euro zurückgegangen und bis zum Jahresende weiter gefallen.
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Steigende Schlachtzahlen bei Bullen und Kühen
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen jat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 13. September um 7,5 % auf 21.951 Tieren zugenommen (Vw: 20.414). Gegenüber der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (22.086) war die Schlachtmenge in dieser Woche nur 0,7 % kleiner.
 
Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm nach den Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 13. September um 3,5 % auf 22.259 Tiere zu (Vw: 21.507) zu und übertrifft damit auch die Bullenschlachtung. Gegenüber der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (20.933) war die Schlachtmenge bei Kühen sogar 6,3 % größer.
 
Dr. Olaf Zinke
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