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Analyse

Preise für Bullen und Kühe behaupten sich

von , am
22.01.2015

Die kräftig gestiegenen Preise für Schlachtrinder ziehen offenbar mehr Tiere auf den Markt und drücken damit die Kurse für Bullen ganz leicht nach unten

© Mühlhausen/landpixel
 
Die kräftig gestiegenen Preise für Schlachtrinder ziehen offenbar mehr Tiere auf den Markt und drücken damit die Kurse für Bullen ganz leicht nach unten. Die Preise für Schlachtkühe legten hingegen sogar noch einmal leicht zu. Im letzten Jahr war die Entwicklung zu diesem Termin ähnlich. Damals gaben die Preise für Bullen und für Kühe leicht nach. Dabei ist das Preisniveau bei Bullen derzeit etwas höher als im letzten Jahr und auch die Schlachtzahlen befinden sich auf einem ähnlich (hohem) Niveau. Bei Schlachtkühen waren die Preise im vorigen Jahr hingegen deutlich höher, während sich die Schlachtung ebenfalls auf einem ähnlichem Niveau bewegte.
 
Bullenpreise geben leicht nach
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 18. Januar ein Preis von 3,81 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit 2 Ct weniger als vorige Woche (3,83). Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte im Bundesmittel 3,41 Euro/kg ausgezahlt und damit eben so viel wie letzte Woche (3,41). Die Preise für U-3-Bullen haben hingegen um 1 Ct auf 3,91 Euro/kg nachgegeben. Gleichzeitig sind die Bullenpreise (R 3) in der aktuellen Woche 4 Ct höher als im letzten Jahr (3,77 Euro). Die Preise für U3-Bullen sind ebenfalls 4 Ct höher als im Januar 2014, während die Preise für O-Bullen 11 Ct niedriger sind als ein Jahr zuvor (3,52). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,82 Euro/kg auf 3,81 Euro zurückgegangen.
 
Kuhpreise etwas fester
Die Preise für Schlachtkühe haben sich in der Woche bis 18. Januar uneinheitlich entwickelt, für die meisten Kategorien jedoch leicht zugelegt. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte letzte Woche 2,85 Euro/kg SG und damit 1 Ct weniger als in der Woche zuvor. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 18. Januar mit 2,57 Euro/kg hingegen 1 Ct höhere Preise ausgezahlt. Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 2 Ct auf 1,86 Euro/kg gestiegen. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,02) sind die derzeitigen Kuhpreise jedoch (trotz des Anstiegs) 17 Ct niedriger. Die Preise für O3-Kühe sind 15 Ct niedriger als im Januar 2014 und P2-Kühe werden 18 Ct schlechter bezahlt als ein Jahr zuvor. Im letzten Jahr (2014) hatten die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin um 1 Ct auf 3,02 Euro/kg nachgegeben.
 
Schlachtzahlen nehmen nochmals zu
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 18. Januar gegenüber der Vorwoche um 7 % auf 23.095 Tiere zu. Im Vergleich zum vorigen Jahr (23.172) ist die Schlachtmenge ähnlich groß. Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 18. Januar gegenüber der Vorwoche um 4 % auf 24.629 Tiere zugenommen und ist zudem größer als die Bullenschlachtung. Im Vergleich zum vorigen Jahr (24.412) ist die Schlachtmenge ähnlich groß.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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