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Analyse

Preisrallye bei Kühen setzt sich fort, Bullenpreise fest

von , am
24.04.2015

Bei Schlachtkühen setzte sich der Preisanstieg auch in der letzten Woche in relativ großen Sprüngen fort.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Bullenpreise drehen trotz der deutlich steigenden Schlachtzahlen wieder leicht ins Plus. Bei Schlachtkühen setzte sich der Preisanstieg auch in der letzten Woche in relativ großen Sprüngen fort. Damit sind die Kuhpreise in Deutschland seit Jahresbeginn um 46 Ct oder 16 % gestiegen. Die Bullenpreise haben sich deutlich früher als im sonstigen saisonalen Verlauf üblich stabilisiert und drehten für bestimmte Qualitäten zuletzt wieder leicht ins Plus. Gleichzeitig übertreffen sowohl die Preise für Jungbullen als auch die Preise für Schlachtkühe das Vorjahresniveau sehr deutlich.
 
Bullenpreise drehen leicht ins Plus
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 19. April ein Preis von 3,78 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit eben so viel wie in den vier Woche zuvor (3,78) und 20 Ct mehr als im letzten Jahr (3,58) zu diesem Termin. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte zuletzt im Bundesmittel 3,42 Euro/kg ausgezahlt und damit sogar 1 Ct mehr als letzte Woche (3,41) und 15 Ct mehr als vor einem Jahr (3,27). Die Preise für U3-Bullen legten in der letzten Woche ebenfalls um 1 Ct auf 3,85 Euro/kg zu und sind damit 22 Ct höher als vor einem Jahr (3,63). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,60 Euro auf 3,58 Euro zurückgegangen und gaben dann bis zur Jahresmitte noch um weitere 12 Ct bis auf 3,46 Euro kg SG nach.
 
Anstieg der Kuhpreise in großen Sprüngen
Die Preise für Schlachtkühe sind in der Woche bis 19. April weiter gestiegen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,30 Euro/kg SG und damit 4 Ct mehr als in der Woche zuvor und 19 Ct mehr als vor einem Jahr (3,11). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der aktuellen Schlachtwoche mit 3,20 Euro/kg ebenfalls 4 Ct höhere Preise ausgezahlt. Für diese Kategorie sind die Preise derzeit 32 Ct höher als vor einem Jahr (2,88). Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 6 Ct auf 2,46 Euro/kg gestiegen. Damit sind die P2-Preise  24 Ct höher als im Jahr 2014 (2,22). Im letzten Jahr (2014) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,13 Euro/kg auf 3,11 Euro zurückgegangen, haben dann jedoch bis zur Jahresmitte wieder bis auf 3,20 Euro zugelegt.
 
Rinder-Schlachtung hat kräftig zugenommen
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 19. April gegenüber der um einen Tag verkürzten Vorwoche (Ostermontag) um knapp 28 % auf 21.284 Tiere zu. Im Vergleich zu um einen Tag verkürzten Schlachtwoche aus dem vorigen Jahr (16.186) war die Schlachtmenge aktuell 31 % größer. Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm nach den Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 19. April gegenüber der Vorwoche um 23 % auf 17.902 Tiere zu. Im Vergleich zum vorigen Jahr (15.726) ist die Schlachtmenge bei Kühen 14 % größer. Die offizielle Schlacht-Statistik des BLE weist aktuell für den Zeitraum Januar bis Februar 2015 einen Rückgang der Kuhschlachtung von 0,4 % und einen Rückgang der Bullenschlachtung von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr aus.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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