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Analyse

Rind: Europäer exportieren mehr Rindfleisch

von , am
22.05.2014

Der Export von Rindfleisch aus der Europäischen Union hat im ersten Quartal des Jahres 2014 um etwa 7 % zugenommen.

Mittlerweile sind die Schlachtzahlen vor allem bei Bullen deutlich höher. © agrar-press
 
Der Export von Rindfleisch aus der Europäischen Union hat im ersten Quartal des Jahres 2014 um etwa 7 % zugenommen. Dabei sind vor allem die Ausfuhren nach Russland, sowie in die Schweiz und auf den Balkan gewachsen, während die Exporte in die Türkei nochmals drastisch zurückgingen. Deutschland exportierte im ersten Quartal 2014 etwa eben so viel Rindfleisch wie 2013 und bleibt damit vor Frankreich und Polen der größte Rindfleisch-Exporteur der EU. Im Jahr 2013 waren die europäischen Rindfleischexporte um etwa 15 % geschrumpft, während die deutschen Ausfuhren 2013 (-2 %) fast stabil blieben. Auch im letzten Jahr war Deutschland vor Frankreich der größte Einzelexporteur der EU.
 
Europäer bleiben Nettoexporteur
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres haben die Länder der EU rund 7 % mehr Rindfleisch in Drittländer exportiert als 2013. Gleichzeitig war die EU weiter Nettoexporteur von Rindfleisch. Mit insgesamt 126.000 t (Produktgewicht) übersteigt die Exportmenge den Umfang der Rindfleischimporte (58.000 t) in der EU recht deutlich. Dabei hat der Import im Vorjahresvergleich sogar leicht abgenommen. Deutschland ist ebenfalls Nettoexporteur von Rindfleisch. Mit insgesamt 18.856 t (Produktgewicht) übersteigt die Exportmenge den Umfang der Rindfleischimporte (9.282 t) ebenfalls deutlich
 
Absatz nach Russland wächst kräftig
Der wichtigste Exportmarkt für Rindfleisch ist auch in diesem Jahr Russland. (Vor zwei Jahr lagen die Russen noch nach der Türkei auf Position zwei). Dabei haben die Ausfuhren nach Russland im ersten Quartal 2014 sogar um 40 % zugenommen. Der russische Anteil an allen europäischen Exporten lag bei etwa 16 %. Relativ stabil geblieben sind die Exporte in den Libanon. Damit bleibt der Libanon vor Ghana, Bosnien und der Schweiz der zweitwichtigste Exportmarkt der EU. Der Anteil der Libanesen an allen Exporten liegt bei 9 %.
 
Mehr Rindfleisch auf den Balkan
Deutlich zugenommen hat der europäische Export auf den Balkan. Hier liegt sowohl die Exportmenge nach Kosovo (+67 %) sowie nach Bosnien (+31 %), Mazedonien (+9 %) und Albanien (+7 %) über dem dem Vorjahrestand. Deutlich kleinere Exporte meldete die Kommission hingegen Richtung Norwegen (-78 %) und nochmals in die Türkei (-77 %). Größer sind die Ausfuhrmengen dagegen nach Afrika an die Elfenbeinküste (+21 %) und etwas kleiner nach Ghana (- 7%).
 
Deutschland weiter größter Exporteur
Größter Rindfleischexporteur der Europäischen Union war in den ersten drei Monaten 2014 erneut Deutschland. Dabei blieb der deutsche Export gegenüber dem Vorjahr fast stabil (-2,5 %). Der deutsche Anteil an den europäischen Gesamtexporten lag bei etwa 15 %. Der Anteil der Exporte Frankreichs an den Gesamtausfuhren lag bei 12 %, Polen kommt auf 7 %, Spanien auf 7 %, die Niederlande auf 7 % und auch Italien liegt bei knapp 7 %. Außer in Frankreich haben die Ausfuhrmengen bei allen genannten Exporteuren zugenommen. Frankreichs Exporte waren stabil.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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