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Analyse

Rind: Weniger Rindfleisch aus Südamerika importiert

von , am
08.08.2014

Die Rindfleischimporte in die EU haben 2014 abgenommen.

70 Prozent des derzeitigen spezifizierten Risikomaterials (SRM) könnten ab 2016 wieder frei verkehrsfähig sein. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Rindfleischimporte in die EU haben 2014 abgenommen. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2014 wurde rund 5 % weniger Rindfleisch aus Drittländern eingeführt wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Jahr 2013 waren die Importe noch um etwa 9 % gewachsen. Gleichzeitig ist die EU (auch Deutschland) in den ersten 5 Monaten des Jahres 2014 Nettoexporteur von Rindfleisch. Mit insgesamt 236.000 t (Produktgewicht) übersteigt die bisherige europäische Exportmenge den Umfang der Rindfleischimporte (102.000 t) in die EU um mehr als das Doppelte.
 
Deutlich weniger aus Uruguay und Argentinien
Die wichtigsten Lieferanten für den europäischen Markt waren auch 2014 die drei südamerikanischen Länder Brasilien, Uruguay und Argentinien mit einem Anteil an den europäischen Gesamtimporten von etwa 70 %. Wichtigster Lieferant war Brasilien mit einem Anteil an allen Importen von etwa 45 %, vor Uruguay mit einem Lieferanteil von 15 % und Argentinien mit etwa 11 %. Dabei haben die Einfuhrmengen Brasiliens (- 3 %) in diesem Jahr relativ moderat sowie Uruguays (-19 %) und Argentiniens (-23 %) ziemlich kräftig abgenommen.
 
Australische Zufuhren wachsen kräftig
Hinter den Südamerikanern folgen dann als wichtigste Lieferanten Australien mit knapp 11 % Marktanteil, die USA mit 7 % sowie Neuseeland mit 5 %. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres blieb die Liefermenge Australiens nach Europa um 46 % zu. Die Einfuhren aus den USA gingen um 6 % nach oben, während die Importe aus Neuseeland um 9 % schrumpften.
 
Deutschland importiert weniger
Die vier größten Rindfleischimporteure der EU in den ersten fünf Monaten des Jahres 2014 waren die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Italien und Deutschland. Dabei haben die Einfuhren des der Niederlande relativ stabil, während die Importe Italiens, Deutschlands und des Vereinigten Königreichs schrumpften. Die deutschen Importe gingen knapp 10 % zurück. Das Vereinigte Königreich importierte rund 6 % weniger Rindfleisch und Italiens Importe gingen um 12 % zurück.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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