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Analyse

Rinder: Bullenpreise behauptet, Kuhpreise steigen

von , am
12.06.2014

Die Preise für Jungbullen haben sich in Deutschland nach dem empfindlichen Preisrutsch der letzten Wochen behauptet.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Jungbullen haben sich in Deutschland nach dem empfindlichen Preisrutsch der letzten Wochen behauptet. Gleichzeitig hat die Anzahl der geschlachteten Bullen kräftig zugenommen. (Allerdings war es auch eine volle Schlachtwoche ohne Feiertage). Für Schlachtkühe haben die Preise in der letzten Woche sogar kräftig zugelegt. Die Anzahl der geschlachteten Kühe nahm besonders deutlich zu.
 
Bullenpreise behaupten sich
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 11. Juni ein Preis von 3,49 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit 1 Ct weniger als in der letzten Woche. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,20 Euro/kg gezahlt und damit eben so viel wie letzte Woche und für U-3 Bullen blieben die Preise mit 3,55 Euro/kg ebenfalls unverändert. Damit haben sich die Auszahlungspreise für Jungbullen nach dem Preisrutsch de letzten Wochen behauptet. . Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) jetzt 13 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,62 Euro) und außerdem 28 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,77 Euro). Im letzten Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,57 Euro auf 3,62 Euro gestiegen.
 
Bullenschlachtung nimmt zu
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 08. Juni erst um 14 % auf 20.245 Tiere zurück. In den ersten 23 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014 übertreffen Schlachtzahlen die Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Vorsprung bei den Schlachtzahlen rund 4 %. Das BLE hat für die ersten drei Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und März) einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von knapp 7 % ausgewiesen.
 
Preise für Kühe steigen
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 08. Juni zum Teil kräftig zugelegt. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Erzeuger 3,18 Euro/kg SG und damit 2 Ct mehr als in der Vorwoche. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 08. Juni mit 2,99 Euro/kg 4 Ct höhere Preise ausgezahlt und die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsware) kletterten um 3 Ct auf 2,30 Euro/kg nach oben. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,39 Euro/kg), sind die derzeitigen Kuhpreise 21 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,41 Euro/kg) wird um 23 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) legten die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,37 Euro/kg auf 3,39 Euro zu.
 
Kuh-Schlachtung nimmt kräftig zu
Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 08. Juni um 31,5 % auf 18.899 Tiere zugenommen. In den ersten 23 Wochen des laufenden Kalenderjahres liegen die Schlachtzahlen unter der Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Rückstand bei den Schlachtzahlen gegenüber 2013 knapp 5 %. Das BLE hat für die ersten drei Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und März) noch einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Kühen von etwa 1 % ausgewiesen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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