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Analyse

Rinder: Bullenpreise fallen auf Jahrestief

von , am
18.04.2014

Die Preise für Jungbullen fielen auf ein neues Jahrestief. Die Preise für Schlachtkühe haben zum ersten mal seit 13 Wochen wieder nachgegeben

© Margot Kessler/pixelio
 
Die Preise für Jungbullen gaben in der zweiten Aprilwoche nochmals deutlich nach und fielen auf ein neues Jahrestief. Gleichzeitig ging die Nachfrage der Schlachtunternehmen und damit Anzahl der geschlachteten Bullen die zweite Woche in Folge zurück. Die Preise für Schlachtkühe haben ebenfalls das erste mal seit 13 Wochen nachgegeben. Außerdem ging die Anzahl der geschlachteten Kühe ebenfalls moderat zurück.
 
Bullenpreise fallen weiter
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 13. April ein Preis von 3,60 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit nochmals 6 Ct weniger als in der Vorwoche. Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden mit 3,29 Euro/kg notiert und damit ebenfalls 6 Ct preiswerter und auch für U-3 Bullen wurde mit rund 3,67 Euro/kg 6 Ct weniger gezahlt. Dass sind für alle Bullenkategorien die niedrigsten Auszahlungspreise in diesem Jahr. Gleichzeitig lagen die Bullenpreise (R 3) Mitte April 32 Ct unter den Preisen des Vorjahres (3,92 Euro) und sind außerdem 15 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,75 Euro).
 
Bullenschlachtung geht deutlich zurück
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen ging nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 13. April um 6,6 % auf 21.133 Tiere zurück. Das ist der zweite Rückgang der Schlachtung in Folge. In den ersten 15 Wochen übertreffen Schlachtzahlen des aktuellen Kalenderjahres 2014 die Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Vorsprung bei den Schlachtzahlen gegenüber 2013 knapp 5 %. Im Vergleich zum Jahr 2012 ist die Zahl der geschlachteten Bullen bis zu diesem Termin ähnlich groß.
 
Preise für Kühe geben ebenfalls nach
Die Preise für Schlachtkühe (Hkl. R3) haben in der Woche bis zum 13. April zum ersten mal seit 13 Wochen wieder nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Erzeuger noch 3,13 Euro/kg SG und damit 2 Ct weniger. Damit liegen die Preise für R3-Kühe jedoch noch 12 Ct höher als Ende Januar. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Woche bis zum 13. April mit 2,89 Euro/kg 1 Ct weniger ausgezahlt und die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsware) gaben mit 2,22 Euro/kg ebenfalls 1 Ct nach. Im Vergleich zu den Preisen aus dem Jahr 2013 (3,42 Euro/kg) sind die derzeitigen Kuhpreise 29 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,29 Euro/kg) wird um 16 Ct verfehlt.
 
Kuh-Schlachtung ebenfalls kleiner
Die Zahl der geschlachteten Kühe ist nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 13. April mit 19.565 Tieren leicht um 2 % zurückgegangen. Das ist der erste Rückgang der Schlachtung drei Wochen. In den ersten 15 Wochen liegen die Schlachtzahlen des aktuellen Kalenderjahres 2014 insgesamt allerdings unter der Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Rückstand bei den Schlachtzahlen gegenüber 2013 gut 3 %. Im Vergleich zum Jahr 2012 ist die Zahl der geschlachteten Kühe sogar 10 % kleiner.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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