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Analyse

Rinder: Bullenpreise klettern weiter, Kuhpreise auf Jahrestief

von , am
25.09.2014

Der Anstieg der Bullenpreise setzt sich auch in der dritten Septemberwoche fort. Bei Schlachtkühen fallen die Preise auf den tiefsten Stand des Jahres.

Die Preise für Jungbullen halten sich auf dem Niveau der Vorwoche. © Mühlhausen/landpixel
Der Anstieg der Bullenpreise setzt sich auch in der dritten Septemberwoche fort. Gleichzeitig nehmen die Schlachtzahlen sogar kräftig zu und lassen in Verbindung mit den steigenden Preisen auf die unverändert starke Nachfrage der Schlachtindustrie erkennen. Dabei erreicht die Zahl geschlachteten Bullen sogar den höchsten Wert seit Ende März. Bei Schlachtkühen geben die Preise auch in der dritten September weiter nach und fallen auf den tiefsten Stand des Jahres. Die Schlachtzahlen nehmen bei Kühen ebenfalls wieder zu und befinden sich auf unverändert hohem Niveau. Mit dem Weideabtrieb dürfte das Angebot an Schlachtkuhangebotes wohl weiter groß bleiben.
 
Aufwärtstrend der Bullenpreise ungebrochen
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 21. September ein Preis von 3,55 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit 2 Ct mehr als in der Woche zuvor. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,24 Euro/kg gezahlt und damit ebenfalls 2 Ct mehr wie letzte Woche. Der Preise für U-3-Bullen waren mit 3,61 Euro/kg ebenfalls 2 Ct höher. Damit folgen die Auszahlungspreise für Jungbullen auch in der dritten Septemberwoche dem saisonalen Trend nach oben. Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) derzeit 12 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,67 Euro) und 43 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,98 Euro). Im letzten Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,66 Euro auf 3,67 Euro/kg gestiegen und haben den Anstieg (mit kurzen Unterbrechungen) bis zum Jahresende fortgesetzt.
 
Bullenschlachtung auf höchstem Stand seit März
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 21. September nochmals um 6,3 % auf 23.481 zu. Das ist die größte wöchentliche Anzahl an geschlachteten Jungbullen seit Ende März. In den ersten 38 Wochen (Januar bis 21. September) des laufenden Kalenderjahres 2014 liegen die vorläufigen gewerblichen Schlachtungen knapp 2 Prozent über der vergleichbaren Schlachtmenge aus dem Vorjahr (2013). Das BLE hatte für die ersten sechs Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell einen Zuwachs der Bullen-Schlachtung von 3,3 % ermittelt.
 
Preise für Kühe fallen auf Jahrestief
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 21. September weiter nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte jetzt nur noch 3,01 Euro/kg SG und damit 1 Ct weniger der Vorwoche. Sei Mitte Juli haben die Preise für R3-Kühe damit um 19 Ct nachgegeben und sind auf das bisherige Jahrestief vom Januar (3,01) gefallen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 21. September mit 2,75 Euro/kg ebenfalls 1 Ct niedrigere Preise ausgezahlt. Gleichzeitig gaben die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) mit 2,10 Euro/kg stabil geblieben. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,23 Euro/kg), sind die derzeitigen Kuhpreise 22 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,53 Euro/kg) wird um 52 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 3,23 Euro/kg SG unverändert geblieben.
 
Kuhschlachtung nimmt wieder zu
Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 21. September um 2,0 % auf 21.361 Tiere zugenommen und bewegt sich damit auf sehr hohem Niveau. In den ersten 38 Wochen des laufenden Kalenderjahres (Januar bis 21. September) liegen die vorläufigen gewerblichen Schlachtungen weiterhin etwas unter der vergleichbaren Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Das BLE hat für die ersten sechs Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell eine Zunahme Kuhschlachtung von knapp 1,1 % ausgewiesen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompa
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