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Analyse

Rinder: Bullenpreise stabil

© contrastwerkstatt/Fotolia
von , am
17.07.2014

In der Woche bis 13. Juli hat die Zahl der geschlachteten Rinder abgenommen. Die Bullenpreise konnten sich auf dem zuletzt erreichten Niveau knapp behaupten, für Schlachtkühe sind sie leicht gesunken.

Die Bullenpreise konnten vergangene Woche weiter zulegen, trotz Anstiegs bei den Schlachtungen. © landpixel
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat den vorläufigen Wochenbericht für die Kalenderwoche 28 herausgegeben. Darin listet sie für die Zeit vom 7. bis 13. Juli die amtlichen Zahlen für Schlachtvieh und Fleisch auf. Insgesamt hat die Zahl der geschlachteten Rinder abgenommen. Die Preise für Bullen zeigen über alle Klassen eine stabile Tendenz. Bei den Schlachtkühen gab es moderate Preisrückgänge, die sich je nach Klasse zwischen ein und zwei Cent bewegten.

Bullenpreis weiter auf Jahrestief

Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 16. Juli wurden im Bundesmittel für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 13. Juli ein Preis von 3,46 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (Euro/kg) gezahlt und damit eben so viel wie in den drei Wochen zuvor. So befinden sich die Preise damit weiterhin auf dem bisherigen Jahrestiefstand. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,17 Euro/kg gezahlt und damit genauso viel wie letzte Woche. Bei den U-3-Bullen gaben die Preise ebenfalls nicht nach, sondern blieben bei 3,52 Euro/kg. Damit haben sich die Auszahlungspreise für Jungbullen seit Anfang Juli über die Klassen (R3, O3, U3) gehalten.
 
Gleichzeitig sind Bullenpreise (R3) elf Cent (ct) niedriger als im letzten Jahr (3,57 Euro/kg und sogar 30 ct niedriger als im Jahr 2012 (3,76 Euro/kg).

Weniger Bullen geschlachtet

Die Zahl der geschlachteten Jungbullen (E-P) nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 13. Juli ab um vier Prozent (%) auf 19.953 Tiere. Mehr Tiere wurden zuletzt Mitte Mai geschlachtet. Die BLE hatte für die ersten vier Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und April) offiziell einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von gut vier Prozent ermittelt.

Bundesweiter Vergleich

Für Jungbullen der Klassen E-P gab es in der Woche bis 13. Juli 3,39 Euro/kg für die Erzeuger. Mit 3,47 Euro/kg erhielten die Landwirte in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich den höchsten Auszahlungspreis. Landwirte in Mitteldeutschland und Mecklenburg-Vorpommern bekamen mit 3,21 Euro/kg den geringsten Preis.

Preise für Schlachtkühe nur morderat verändert

Der Preis für Schlachtkühe ist in der KW 29 leicht zurückgegangen. © Mühlhausen/landpixel
Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Erzeuger 3,19 Euro/kg SG und damit  einen Cent weniger als in der Vorwoche. Den höchsten Preis gab es in der Klasse U3 mit 3,32 Euro/kg. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 13. Juli 2,96 Euro/kg ausgezahlt. Das sind zwei Cent weniger als in der Woche zuvor. 2,89 Euro/kg erhielten Landwirte für Kühe der Klasse O2. Den niedrigsten Preis mit 2,28 Euro/kg gab es für P-2-Tiere.
 
Mit 3,00 Euro/kg bekamen Landwirte im bundesweiten Vergleich für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 am wenigsten ausgezahlt. Den höchsten Auszahlungspreis in dieser Handelsklasse erhielten ihre Berufskollegen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.
 
Die Zahl der geschlachteten Kühe betrug nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 13. Juli über alle Klassen (E-P) 18.717 Stück. Hinzu kommen 6.036 Färsen (E-P). Damit beträgt die Zahl geschlachteter weiblicher Rinder in der Woche bis zum 13. Juli 24.753 Stück.
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