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Analyse

Rinder: Bullenpreise steigen kräftig, Kuhpreise schwächer

von , am
11.09.2014

Anfang September ziehen die Preise für Jungbullen kräftig an vei Kühen geben die Preise ein weiteres Mal nach.

© Dieter Poschmann/pixelio
 
Anfang September ziehen die Preise für Jungbullen kräftig an. Damit folgen die Preise dem saisonal üblichen Trend nach oben. Zudem bleiben die Schlachtzahlen weiterhin hoch und legen sogar nochmals zu. Diese Konstellation zeigt, dass auch die Nachfrage im Herbst wieder an Fahrt gewinnt und die Preise deshalb steigen. Anders ist die Situation weiterhin bei Schlachtkühen. Hier geben die Preise ein weiteres Mal nach. Allerdings wurden die Preisabschläge zuletzt kleiner. Die Schlachtzahlen nehmen bei Kühen indessen ebenfalls wieder zu. Das war im Herbst mit dem beginnenden Weideabtrieb eigentlich nicht anders zu erwarteten.
 
Bullenpreise legen kräftig zu
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 07. September ein Preis von 3,51 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit 3 Ct mehr als in der Woche zuvor. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,21 Euro/kg gezahlt und damit ebenfalls 3 Ct mehr wie letzte Woche. Und auch für U-3-Bullen notierten die Preise mit 3,58 Euro/kg 3 Ct/kg SG höher. Damit folgen die Auszahlungspreise für Jungbullen dem saisonalen Trend. Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) derzeit 12 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,63 Euro) und sogar 48 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,99 Euro). Im letzten Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,61 Euro auf 3,63 Euro/kg gestiegen und haben diesen Anstieg (mit kurzen Unterbrechungen) bis zum Jahresende fortgesetzt.
 
Bullenschlachtung auf höchstem Stand seit Mai
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 07. September um 4,3 % auf 21.862 zu. Da ist die größte wöchentliche Anzahl an geschlachteten Jungbullen seit Ende Mai. In den ersten 36 Wochen (Januar bis 07. September) des laufenden Kalenderjahres 2014 übertreffen die vorläufigen gewerblichen Schlachtungen die vergleichbare Schlachtmenge aus dem Vorjahr (2013) geringfügig. Bislang beträgt der Vorsprung knapp 3 %. Das BLE hatte für die ersten sechs Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von gut 3,3 % ermittelt.
 
Preise für Kühe weiter rückläufig
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 07. September nochmals moderat nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte jetzt 3,04 Euro/kg SG und damit 1 Ct weniger der Vorwoche. Sei Mitte Juli haben die Preise für R3-Kühe damit um 16 Ct nachgegeben und sind auf den niedrigsten Stand seit Anfang Februar gefallen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 07. September mit 2,78 Euro/kg ebenfalls 1 Ct niedrigere Preise ausgezahlt. Gleichzeitig gaben die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 1 Ct auf 2,11 Euro/kg nach. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,23 Euro/kg), sind die derzeitigen Kuhpreise 19 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,59 Euro/kg) wird um 55 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 3,23 Euro/kg SG unverändert geblieben.
 
Kuhschlachtung so hoch wie zuletzt im Januar
Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 07. September um 3,1 % auf 22.034 Tieren zu du erreicht damit den höchsten Stand seit Mitte Januar 2014. In den ersten 36 Wochen des laufenden Kalenderjahres (Januar bis 07. September) liegen die vorläufigen gewerblichen Schlachtungen weiterhin etwas unter der vergleichbaren Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Das BLE hat für die ersten sechs Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell eine Zunahme Kuhschlachtung von knapp 1,1 % ausgewiesen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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