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Analyse

Rinder: Deutlich mehr Bullen und Kühe geschlachtet

von , am
15.05.2014

Die Preise für Jungbullen behaupten sich überwiegend und für bessere Qualitäten (U) werden sogar etwas festere Preise gezahlt

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Jungbullen behaupten sich überwiegend und für bessere Qualitäten (U) werden sogar etwas festere Preise gezahlt. Die Nachfrage und damit die Schlachtung nahmen jedoch in der vorigen, nicht durch Feiertage unterbrochenen Schlachtwoche, sehr kräftig zu. Die Preise für Schlachtkühe blieben für die besseren Qualitäten (R) stabil und haben im unteren Qualitätsbereich (O) und für Verarbeitungsqualitäten (P) weiter zugelegt. Die Anzahl der geschlachteten Kühe nahm ebenfalls kräftig zu.
 
Bullenpreise halten sich weiter
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 11. Mai ein Preis von 3,57 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und eben so viel wie in der Vorwoche. Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden mit 3,29 Euro/kg notiert und damit ebenfalls unverändert und für U-3 Bullen wurde mit 3,64 Euro/kg 1 Ct mehr gezahlt. Damit behaupten sich die Auszahlungspreise für Jungbullen die dritte Woche in Folge. Außerdem waren die Bullenpreise (R 3) nur noch 2 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,59 Euro) und sind außerdem 18 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,75 Euro). Im letzten Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,66 Euro auf 3,57 Euro um 9 Ct zurückgegangen.
 
Bullenschlachtung um ein Drittel höher
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 11. Mai um 32 % (!!) auf 22.696 Tiere zu. Das ist die höchste Wochenschlachtung seit Ende März. In den ersten 19 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014 übertreffen Schlachtzahlen jedoch die Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Vorsprung bei den Schlachtzahlen 4 %. Das BLE hat für die ersten beiden Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Februar) offiziell einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von knapp 11 % ausgewiesen.
 
Preise für Kühe steigen weiter
Die Preise für Schlachtkühe (Hkl. R3) haben in der Woche bis zum 11. Mai für einige Handelsklassen weiter zugelegt. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Erzeuger 3,13 Euro/kg SG und damit eben so viel wie in der Vorwoche. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 11. Mai mit 2,93 Euro/kg indessen 3 Ct mehr ausgezahlt und die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsware) legten um 1 Ct auf 2,23 Euro/kg zu. Im Vergleich zu den Preisen aus dem Jahr 2013 (3,37 Euro/kg) sind die derzeitigen Kuhpreise 24 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,36 Euro/kg) wird um 23 Ct verfehlt. ). Im letzten Jahr (2013) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,40 Euro/kg auf 3,37 Euro/kg um 3 Ct zurückgegangen.
 
Kuh-Schlachtung nimmt um 20 % zu
Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 11. Mai mit 17.997 Tieren sehr kräftig um rund 20 % zugenommen. Das ist die höchste Wochenschlachtung seit Mitte April. In den ersten 19 Wochen liegen die Schlachtzahlen des aktuellen Kalenderjahres 2014 insgesamt unter der Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Rückstand bei den Schlachtzahlen gegenüber 2013 gut 6 %. Das BLE hat für die ersten beiden Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und Februar) offiziell noch einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Kühen von gut 5 % ausgewiesen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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