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Analyse

Rinder: Etwas mehr Geld für Bullen, Kuhpreise fallen weiter

von , am
05.09.2014

Zum Monatswechsel ist der Preisrückgang bei Jungbullen offenbar beendet. Bei Kühen. Hier setzt sich der Preisrückgang weiter fort

© Mühlhausen/landpixel
Zum Monatswechsel ist der Preisrückgang bei Jungbullen offenbar beendet. Nach einer mehrwöchigen Stagnation und etwas schwächeren Notierungen folgen die Preise nun dem saisonal üblichen Trend nach oben. Anders ist die Situation bei Kühen. Hier setzt sich der Preisrückgang weiter fort. Allerdings nicht mehr in den hohem Tempo der letzten Wochen. Möglicherweise ist auch bei Kühen einen Boden erreicht. Im saisonalen Verlauf geben die Kuhpreise im Herbst (Weideabtrieb) allerdings überwiegend nach. Die Anzahl der geschachteten Bullen ist erstmals seit Wochen moderat zurückgegangen und auch die Zahl der geschlachteten Kühe nahm auf sehr hohem Niveau leicht ab. .
 
Bullenpreise legen leicht zu
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 31. August ein Preis von 3,48 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit 2 Ct mehr als in der Woche zuvor. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,18 Euro/kg gezahlt und damit 1 Ct mehr wie letzte Woche. Und auch für U-3-Bullen notierten die Preise mit 3,55 Euro/kg 1 Ct/kg SG höher. Damit haben die Auszahlungspreise für Jungbullen dem saisonalen Trend folgend leicht zugelegt. Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) derzeit 13 Ct niedriger als im Jahr 2013 (3,61 Euro) und sogar 51 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,99 Euro). Im letzten Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,60 Euro auf 3,61 Euro/kg gestiegen und haben diesen Anstieg (mit kurzen Unterbrechungen) bis zum Jahresende fortgesetzt.
 
Bullenschlachtung leicht rückläufig
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 31. August um 3,9 % auf 20.947 moderat ab. Die Schlachtmenge bleibt dennoch weiterhin relativ hoch. In den ersten 35 Wochen (Januar bis 31. August) des laufenden Kalenderjahres 2014 übertreffen die vorläufigen gewerblichen Schlachtungen die vergleichbare Menge aus dem Vorjahr (2013) geringfügig. Derzeit beträgt der Vorsprung bei knapp 3 %. Das BLE hatte für die ersten sechs Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von gut 3,3 % ermittelt.
 
Preise für Kühe geben weiter nach
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 31. August weiter nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte jetzt 3,05 Euro/kg SG und damit 1 Ct weniger der Vorwoche. Sei Mitte Juli haben die Preise für R3-Kühe damit um 15 Ct nachgegeben und sind auf den niedrigsten Stand seit Februar gefallen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 31. August mit 2,79 Euro/kg ebenfalls 1 Ct niedrigere Preise ausgezahlt. Außerdem gaben die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 1 Ct auf 2,12 Euro/kg nach. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Jahr 2013 (3,23 Euro/kg), sind die derzeitigen Kuhpreise 18 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,61 Euro/kg) wird um 56 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,24 Euro/kg SG auf 3,23 Euro/kg zurückgegangen.
 
Etwas weniger Kühe geschlachtet
Die Zahl der geschlachteten Kühe ging nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 31. August ganz leicht um 2,4 % auf 21.370 Tieren zurück, bleibt damit jedoch weiter sehr hoch. In den ersten 35 Wochen des laufenden Kalenderjahres (Januar bis 31. August) liegen die vorläufigen gewerblichen Schlachtungen weiterhin etwas unter der vergleichbaren Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Das BLE hat für die ersten sechs Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell eine Zunahme Kuhschlachtung von knapp 1,1 % ausgewiesen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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