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Analyse

Rinder: Kühe verteuern sich weiter, Bullenpreise stabil

von , am
21.03.2014

Die Preise für Jungbullen haben sich den gesamten März behauptet. Dagegen sind Schlachtkühe von Woche zur Woche teurer geworden

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Jungbullen haben sich den gesamten März behauptet. Dagegen sind Schlachtkühe von Woche zur Woche teurer geworden. Die Rinder-Schlachtung hat das erste Mal nach vier Wochen rückläufiger Schlachtzahlen wieder zugenommen. Bei Jungbullen sogar ziemlich kräftig. Das könnten durchaus die ersten Anzeichen für das Ostergeschäft und möglicherweise auch etwas höhere Bullenpreise sein. Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 16. März 3,74 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit der gleiche Preis wie in den letzten 3 Wochen Vorwoche. Damit liegen die Bullenpreise jetzt 30 Ct unter den Rekordpreisen des Vorjahres (4,04 Euro) und sind außerdem etwa 9 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,83 Euro). Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden letzte Woche 3,46 Euro/kg (-1 Ct) gezahlt und U-3 Bullen wurden mit rund 3,81 Euro/kg (0 Ct) gehandelt.
 
Bullenschlachtung nimmt kräftig zu
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der letzten Abrechnungswoche sehr deutlich um knapp 13 % auf etwa 21.767 Tiere zu und lässt einen sehr kräftigen Nachfrageschub der Schlachtindustrie erkennen. Von Mitte Februar bis Mitte März (4 Wochen) war die Zahl der geschlachteten Jungbullen zunächst um 15 % zurückgegangen. Im Vergleich zum letzten Jahr (2013) war die Zahl der geschlachteten Jungbullen in Deutschland in den ersten 11 Wochen des laufenden Kalenderjahres ähnlich hoch.
 
Kuhpreise steigen weiter
Die Preise für Schlachtkühe (Hkl. R3) sind in der Woche bis zum 16. März mit 3,12 Euro/kg SG (+2 Ct) die 8te Woche in Folge gestiegen und liegen jetzt 11 Ct höher als Ende Januar. Diesr Entwicklung deutet auf ein weiterhin eher begrenztes Angebot an Schlachtkühen hin. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Woche bis zum 16. März mit 2,88 Euro/kg (+2 Ct) ebenfalls mehr gezahlt und für P2-Kühe lagen die Preise mit 2,20 Euro/kg ebenfalls 2 Ct höher als in der Woche zuvor. Im Vergleich zu den bisherigen Rekordpreisen aus dem Jahr 2013 (3,43 Euro/kg) sind die derzeitigen Kuhpreise jedoch noch immer 31 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,27 Euro/kg) wird um 15 Ct verfehlt.
 
Kuh-Schlachtung stabilisiert sich
Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der letzten Abrechnungswoche das erste mal seit 4 Woche ganz leicht um 2 % auf etwa 18.951 Tiere zugenommen. Von Mitte Februar bis Mitte März (4 Wochen) war die Zahl der geschlachteten Kühe um etwa 10 % geschrumpft. Im Vergleich zum letzten Jahr (2013) war die Zahl der geschlachteten Kühe in Deutschland in den ersten 11 Wochen des laufenden Kalenderjahres knapp 3 % kleiner.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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