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Analyse

Rinder: Kuhpreise auf Jahreshoch, Bullen weiter abwärts

von , am
20.06.2014

Während die Preise für Schlachtkühe Mitte Juni den höchsten Stand des Jahres erreichten, konnten die Bullenpreise das bisherige Niveau nicht halten.

© Margot Kessler/pixelio.de
 
Während die Preise für Schlachtkühe Mitte Juni den höchsten Stand des Jahres erreichten, konnten die Bullenpreise das bisherige Niveau nicht halten und rutschten auf ein neues Jahrestief. Gleichzeitig hat die Anzahl der geschlachteten Bullen kräftig abgenommen. Allerdings hatte die letzte Abrechnungswoche auch einen Schlachttag weniger (Feiertag). Die Anzahl der geschlachteten Kühe hat in der verkürzten Schlachtwoche ebenfalls deutlich abgenommen.
 
Bullenpreise auf neuem Jahrestief
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 15. Juni ein Preis von 3,48 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit nochmals 1 Ct weniger als in der letzten Woche. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,18 Euro/kg gezahlt und damit 2 Ct weniger wie letzte Woche und für U-3 Bullen gaben die Preise um 1 Ct auf mit 3,54 Euro/kg nach. Damit haben sich die Auszahlungspreise für Jungbullen weiter nachgegeben und markieren zudem ein neues Jahrestief. Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) jetzt 16 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,64 Euro) und 32 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,80 Euro). Im letzten Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,62 Euro auf 3,64 Euro gestiegen. Danach begann jedoch ein kräftiger Preisrückgang über eine Zeitraum von 4 Wochen.
 
Bullenschlachtung nimmt kräftig ab
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen ging nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 15. Juni erst um 20 % auf 16.262 Tiere zurück. Allerdings hatte die letzte Abrechnungswoche auch einen Schlachttag weniger (Feiertag). In den ersten 24 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014 übertreffen die Schlachtzahlen die vergleichbare Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Vorsprung bei den Schlachtzahlen knapp 3 %. Das BLE hat für die ersten drei Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und März) einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von knapp 7 % ausgewiesen.
 
Preise für Kühe erreichen Jahreshoch
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 15. Juni weiter zugelegt und erreichen damit den höchsten Stand des Jahres (2014). Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Erzeuger 3,19 Euro/kg SG und damit 1 Ct mehr als in der Vorwoche. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 15. Juni mit 3,00 Euro/kg ebenfalls 1 Ct höhere Preise ausgezahlt und die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsware) blieben mit 2,30 Euro/kg unverändert. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,42 Euro/kg), sind die derzeitigen Kuhpreise 23 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,43 Euro/kg) wird um 24 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) legten die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,39 Euro/kg auf 3,42 Euro zu.
 
Kuh-Schlachtung geht deutlich zurück
Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 15. Juni um 23 % auf 14.699 Tiere abgenommen. In den ersten 24 Wochen des laufenden Kalenderjahres liegen die Schlachtzahlen unter der vergleichbaren Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Rückstand bei den Schlachtzahlen gegenüber 2013 knapp 5 %. Das BLE hat für die ersten drei Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und März) noch einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Kühen von etwa 1 % ausgewiesen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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