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Analyse

Rinder: Kuhpreise steigen, Bullen unverändert

von , am
27.03.2014

Die Preise für Jungbullen halten sich auf ihrem bisherigen Niveau. Dagegen setzte sich der Preisanstieg bei Schlachtkühen fort.

© Dieter Poschmann/pixelio
 
Die Preise für Jungbullen halten sich weiterhin auf ihrem bisherigen Niveau. Dagegen setzte sich der Preisanstieg bei Schlachtkühen fort. Die Bullen-Schlachtung hat nach dem sehr kräftigen Anstieg der Vorwoche nochmals zugenommen. Die Zahl der geschlachteten Kühe blieb hingegen fast unverändert. Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 23. März 3,73 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit 1 Ct weniger als in der Vorwoche. Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden unverändert 3,46 Euro/kg (0 Ct) mit notiert und U-3 Bullen wurden ebenfalls unverändert mit rund 3,81 Euro/kg (0 Ct) gehandelt. Gleichzeitig liegen die Bullenpreise (R 3) derzeit 24 Ct unter den Preisen des Vorjahres (3,97 Euro) und sind außerdem etwa 10 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,83 Euro).
 
Nochmals mehr Bullen geschlachtet
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 23. März nochmals 4,4 % auf 22.739 Tiere zu. In der Woche zuvor war die Schlachtung sogar um knapp 13 % nach oben geschnellt und hatte offenbar den Beginn des Ostergeschäfts für die Schlachter angekündigt. Von Mitte Februar bis Mitte März (4 Wochen) war die Zahl der geschlachteten Jungbullen zunächst um 15 % zurückgegangen. Und erste vor zwei Wochen wieder deutlich nach oben geschnellt. In den ersten 12 Wochen des laufenden Kalenderjahres war die Zahl der Bullenschlachtungen in Deutschland in den ähnlich hoch wie 2013.
 
Kuhpreise klettern weiter
Die Preise für Schlachtkühe (Hkl. R3) sind in der Woche bis zum 23. März mit 3,13 Euro/kg SG (+1 Ct) die 9te Woche in Folge gestiegen und liegen jetzt 12 Ct höher als Ende Januar. Diese Entwicklung deutet auf ein unverändert begrenztes Angebot an Schlachtkühen hin. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Woche bis zum 23. März mit 2,90 Euro/kg (+2 Ct) ebenfalls mehr gezahlt und für P2-Kühe (Verarbeitungsware) lagen die Preise mit 2,22 Euro/kg ebenfalls 2 Ct höher als in der Woche zuvor. Im Vergleich zu den Preisen aus dem Jahr 2013 (3,42 Euro/kg) sind die derzeitigen Kuhpreise jedoch noch immer 29 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,28 Euro/kg) wird um 15 Ct verfehlt.
 
Kuh-Schlachtung kaum verändert
Die Zahl der geschlachteten Kühe ist nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der letzten Abrechnungswoche bis 23. März mit 18.893 Tieren fast stabil geblieben. In der Vorwoche hatte die Schlachtung erstmals seit Februar wieder leicht um 2,2 % zugenommen. Von Mitte Februar bis Mitte März (4 Wochen) war die Zahl der geschlachteten Kühe um etwa 10 % geschrumpft. In den ersten 12 Wochen des laufenden Kalenderjahres 2014 war die Zahl der Kuhschlachtungen in Deutschland kleiner wie 2013.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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