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Analyse

Rinder: Nachfrage belebt, Kühe teurer und Bullen behauptet

von , am
08.05.2014

Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm um 13 % und die der Kühe um 4 % zu.

Die Preise für Jungbullen der Handelsklasse O3 liegen mit 3,45 Euro/kg 21 Cent über dem Vorjahr. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Jungbullen  haben Anfang Mai für die besseren Qualitäten (U und R) leicht nachgegeben und für Tiere aus dem unteren Qualitätsbereich leicht zugelegt.  Insgesamt scheinen sich die Preise jedoch auf dem zuletzt deutlich abgerutschten Niveau zu stabilisieren und  die Nachfrage und damit die Schlachtung zieht wieder  etwas an. Die Preise  für Schlachtkühe haben für die besseren Qualitäten (R und O) leicht und für Verarbeitungsqualitäten (P) sogar kräftig zugelegt.  Die Anzahl der geschlachteten Kühe nahm ebenfalls wieder zu.

 

Bullenpreise im Schnitt behauptet

Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 04. Mai ein Preis von 3,57 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit 1 Ct weniger wie in der Vorwoche. Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden mit 3,29 Euro/kg  notiert und damit 1 Ct teurer und für U-3 Bullen wurde mit 3,63 Euro/kg 1 Ct weniger gezahlt. Damit behaupten sich die Auszahlungspreise für Jungbullen die zweite Woche in Folge. Gleichzeitig waren die Bullenpreise (R 3) 11 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,66 Euro) und sind außerdem 22 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,78 Euro). Im letzten Jahr (2013)  sind die Bullenpreise (R3) zu diesem Termin um 10 Ct von 3,76 Euro auf 3,66 Euro zurückgegangen.

 

Bullenschlachtung nimmt wieder zu

Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche  bis 04. Mai um  13 % auf 17.904 Tiere zu. Das ist die erste Zunahme der Wochenschlachtung seit 6 Wochen. In den ersten 18 Wochen  des aktuellen Kalenderjahres 2014 übertreffen Schlachtzahlen jedoch die Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Vorsprung bei den Schlachtzahlen knapp 3 %. Das BLE hat für die ersten beiden Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Februar) offiziell einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von knapp 11 % ausgewiesen.

 

Preise für Kühe steigen leicht

Die Preise für Schlachtkühe (Hkl. R3) haben sich in der Woche bis zum 04. Mai wieder zugelegt. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten  die Erzeuger 3,13 Euro/kg SG  und damit 2 Ct mehr wie in der Vorwoche. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 04. Mai mit 2,90 Euro/kg 1 Ct mehr ausgezahlt und die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsware) legten ebenfalls  um 1Ct auf 2,22 Euro/kg zu. Im Vergleich zu den Preisen aus dem Jahr 2013 (3,40 Euro/kg) sind die derzeitigen Kuhpreise 27 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,35 Euro/kg) wird um 22 Ct verfehlt.

 

Kuh-Schlachtung nimmt wieder zu

Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche  bis 04. Mai mit 14.997  Tieren um knapp 4 % zugenommen. In den ersten 18 Wochen liegen die Schlachtzahlen des aktuellen Kalenderjahres 2014 insgesamt unter der Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Rückstand bei den Schlachtzahlen gegenüber 2013 gut 6 %. Das BLE hat für die ersten beiden Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Februar) offiziell noch einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Kühen von knapp 5 % ausgewiesen.

 

Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass

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