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Analyse

Rinder: Preisdruck bei Bullen, Kuhpreise halten sich

von , am
10.04.2014

Die Preise für Jungbullen gaben in der ersten Aprilwoche deutlich nach und fielen auf den tiefsten Stand in diesem Jahr.

© landpixel
 
Die Preise für Jungbullen gaben in der ersten Aprilwoche deutlich nach und fielen auf den tiefsten Stand in diesem Jahr. Gleichzeitig ging die Nachfrage der Schlachtunternehmen und damit Anzahl der geschlachteten Bullen erstmals seit vier Wochen wieder zurück. Die Preise für Schlachtkühe haben hingegen das bisherige Niveau weitgehend gehalten. Dabei nahm die Anzahl der geschlachteten Kühe sogar leicht zu.
 
Bullenpreise geben deutlich nach
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 06. April ein Preis von 3,66 Euro/kg (Hkl. R3) gezahlt und damit 5 Ct weniger als in der Vorwoche. Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden mit 3,35 Euro/kg notiert und damit sogar 7 Ct preiswerter und für U-3 Bullen wurde mit rund 3,73 Euro/kg 6 Ct weniger gezahlt. Dass sind die niedrigsten Preise Auszahlungspreise in diesem Jahr. Außerdem lagen die Bullenpreise (R 3) 28 Ct unter den Preisen des Vorjahres (3,94 Euro) und sind außerdem 10 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,76 Euro).
 
Bullenschlachtung geht wieder zurück
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen ging nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 06. April um 4,3 % auf 22.636 Tiere zurück. Das ist der der erste Rückgang der Schlachtung seit vier Wochen. Offenbar geht der typische saisonale Nachfrageschub zur Vorbereitung auf das Ostergeschäft zu Ende. Ostern ist in diesem Jahr (18.-21 April) etwa drei Wochen später als 2013. In den letzten drei Märzwochen hatte die Bullen- Schlachtung zunächst kräftig um 22 % zugenommen. Auch in den ersten drei Monaten des laufenden Kalenderjahres wurden etwa 5 % mehr Bullen in Deutschland geschlachtet als 2013.
 
Preise für Kühe wenig verändert
Die Preise für Schlachtkühe (Hkl. R3) haben sich in der Woche bis zum 06. April behauptet oder sogar leicht zugelegt. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Erzeuger 3,15 Euro/kg SG (+1 Ct). Damit liegen die Preise für R3-Kühe jetzt 14 Ct höher als Ende Januar. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Woche bis zum 06. April mit 2,90 Euro/kg hingegen 1 Ct weniger gezahlt, während die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsware) mit 2,23 Euro/kg ebenfalls 1 Ct zulegten. Unverändert lässt die Preisentwicklung ein im Verhältnis zur Nachfrage relativ begrenztes Angebot an Schlachtkühen erkennen. Im Vergleich zu den Preisen aus dem Jahr 2013 (3,42 Euro/kg) sind die derzeitigen Kuhpreise jedoch noch immer 27 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,28 Euro/kg) wird um 13 Ct verfehlt.
 
Kuh-Schlachtung etwas größer
Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 06. April mit 19.952 Tieren nochmals leicht um 1 % zugenommen. In den drei Wochen zuvor wurden ebenfalls schon mehr Kühe geschlachtet. Seit Anfang März hat die Zahl der wöchentlich geschlachteten Kühe damit um etwa 8 % zugenommen. Zuvor war die Zahl der geschlachteten Kühe von Mitte Februar bis Mitte März (4 Wochen) jedoch um etwa 10 % geschrumpft. In den ersten drei Monaten des laufenden Kalenderjahres 2014 wurden bisher allerdings weniger Kühe geschlachtet als im Jahr 2013.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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