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Analyse

Rinder: Preise für Kühe fallen weiter, Bullen stabil

von , am
15.08.2014

Mitte August entwickeln sich die Preise bei Bullen und Kühen weiterhin in unterschiedliche Richtungen.

© Frédéric Prochasson/Fotolia
Mitte August entwickeln sich die Preise bei Bullen und Kühen weiterhin in unterschiedliche Richtungen. Währen sich die Bullenpreise nicht verändern, geben die Preise für Schlachtkühe weiter nach. Damit halten die Preise für Jungbullen weiterhin das etwa seit Anfang Juni erreichte Niveau. Die Preise für Schlachtkühe bewegen sich hingegen etwa seit Mitte Juli kontinuierlich abwärts. Gleichzeitig nimmt die Bullenschlachtung nach einen fünf Wochen dauernden Rückgang erstmals wieder leicht zu. Die Zahl der geschlachteten Kühe blieb hingegen stabil und ist knapp 3 % höher als die Bullenschlachtung.
 
Bullenpreise weiterhin stabil
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 10. August ein Preis von 3,47 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und eben so viel wie in der Woche zuvor. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,20 Euro/kg gezahlt und damit ebenfalls der gleiche Preis wie letzte Woche und auch für U-3 Bullen notierten die Preise unverändert bei 3,54 Euro/kg. Damit haben sich die Auszahlungspreise für Jungbullen sei Mitte Juni fast nicht verändert. Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) derzeit 12 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,59 Euro) und 44 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,91 Euro). Im letzten Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,58 Euro auf 3,59 Euro gestiegen und in den nächsten Wochen (2013) setzte sich der Preisanstieg kontinuierlich fort.
 
Bullenschlachtung Mitte August stabilisiert
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 10. August um 3% auf 19.001 Tiere zu. Damit wurden erstmals seit Anfang Juli wieder mehr Bullen geschlachtet. In den ersten 32 Wochen (Januar bis 10. August) des laufenden Kalenderjahres 2014 übertreffen die Schlachtzahlen die vergleichbare Schlachtmenge aus dem Vorjahr (2013) relativ geringfügig. Derzeit beträgt der Vorsprung bei den Schlachtzahlen weniger als 2 %. Das BLE hatte für die ersten sechs Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von gut 3,3 % ermittelt.
 
Preise für Kühe geben weiter nach
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 10. August weiter nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Erzeuger 3,11 Euro/kg SG und damit 1 Ct weniger der Vorwoche. Sei Mitte Juli haben die Preise für R3-Kühe damit um 9 Ct nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 10. August mit 2,88 Euro/kg um 1 Ct niedrigere Preise ausgezahlt. Hier beträgt der Preisrückgang sei Mitte Juli sogar 12 Ct. Gleichzeitig gaben die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 4 Ct auf 2,21 Euro/kg nach. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,31 Euro/kg), sind die derzeitigen Kuhpreise 20 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,55 Euro/kg) wird um 44 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,36 Euro/kg SG auf 3,31 Euro/kg zurückgegangen und auch in den nächsten zwei Wochen sind die Preise weiter deutlich gefallen.
 
Kuhschlachtung nimmt nicht weiter zu
Die Zahl der geschlachteten Kühe blieb nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 10. August mit 19.482 Tieren fast stabil. In der Woche bis 10. August wurden knapp 3 % mehr Kühe als Bullen geschlachtet. In den ersten 32 Wochen des laufenden Kalenderjahres (Januar bis 10. August) liegen die Schlachtzahlen unter der vergleichbaren Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Rückstand bei den Schlachtzahlen gegenüber 2013 knapp 4 %. Das BLE hat für die ersten sechs Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell eine Zunahme der Schlachtmenge bei Kühen von knapp 1,1 % ausgewiesen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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