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Analyse

Rinder: Preise und Schlachtungen geben leicht nach

von , am
01.08.2014

Sowohl bei den Jungbullen (R3) als auch bei den Kühen gab der Preis in der letzten Berichtswoche leicht nach. Nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Betriebe gingen auch die Mengen zurück.

Die Kuhpreise sinken aufgrund erhöhter Schlachtzahlen. © contrastwerkstatt/Fotolia
In der Kalenderwoche (KW) 30, der Woche vom 21. bis 27. Juli, sind die Preise für Jungbullen wieder etwas gefallen. Bundesweit bekamen Landwirte für Tiere der Handelsklasse R3 im Schnitt 3,46 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (Euro/kg SG). Das ist ein Cent weniger als in der Vorwoche. So geht es aus den Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervor. 
 
Für Jungbullen der Klasse O3 wurde wie in der letzten Berichtswoche ein Schlachtpreis von 3,18 Euro je Kilogramm gezahlt. Die Preise für Tiere der Handelsklasse U3 stiegen gegenüber KW 29 um einen Cent auf 3,53 Euro/kg SG. Ein Plus von 14 Cent ist für die Klassen E bis P zu vermelden. 3,40 Euro/kg SG kostete das Kilogramm SG in dieser Handelsklasse. In der KW 29 waren es 3,26 Euro/kg SG.

Weniger Jungbullen am Haken

Mit 3,44 Euro/kg SG erhielten Landwirte in Schleswig-Holstein und Hamburg den geringsten Preis füe Tiere der Handelsklasse R3. Den höchsten Preis erlösten die Berufskollegen in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz mit 3,50 Euro/kg SG.
 
Auch über die Klasse E bis P erzielten Schleswig-Holstein und Hamburg die geringsten Preise. Die Landwirte in den beiden nördlichen Bundesländern bekamen 3,25 Euro/kg SG. 3,49 Euro/kg SG gab es in Bayern. Dies ist im bundesweiten Vergleich der höchste Preis für Jungbullen der Klasse E bis P in der KW 30.

In der 30. Kalenderwoche (KW) wurden 18.637 Jungbullen der Handelsklassen E bis P geschlachtet. In der letzten Berichtswoche waren es 19.293 Tiere, das waren 656 Stück mehr.

    Schlachtkühe: Preis sinkt weiter

    Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 betrug der Preis in der KW 30 2,90 Euro/kg SG. Das sind zwei Cent weniger als in der vergangenen Berichtswoche (2,92 Euro/kg SG). In der Woche 28 gab es noch sechs Cent mehr (2,96 Euro/kg SG). 
     
    Nochmals zwei Cent weniger gab es in dieser Woche auch für Tiere der Klasse R3 (3,15 Euro/kg SG) - es waren in der KW 29 3,17 Euro/kg SG. Auch in der Klasse 02 ist der Preis gegenüber der Vorwoche um zwei Cent gefallen. Für O-2-Kühe gab es 2,85 Euro/kg SG.

    2,70 Euro/kg SG für weibliche Tiere E bis P

    Für weibliche Tiere über alle Klassen hinweg (E bis P)  wurde ein Schlachtpreis von 2,70 Euro/kg SG gezahlt. Mit einem Abstand von 30 Cent  erhielten Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern und Mitteldeutschland den niedrigsten Preis von 2,40 Euro/kg SG. Den höchsten Preis erlösten ihre Berufskollegen aus Bayern mit 2,80 Euro/kg SG.
     
    Über alle Handelsklassen hinweg (Kuhfleisch E bis P) wurden in der letzten Woche 18.411 Tiere geschlachtet. Die Zahl der geschlachteten Kühe betrug nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der 29. Abrechnungswoche davor, bis 20. Juli, über alle Klassen (E bis P) 19.272 Tiere. Das waren 861 mehr.
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