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Analyse

Rinder: Rinderpreise unter Druck, hohe Schlachtzahlen

von , am
28.08.2014

Ende August kommen die Preise für Jungbullen und Kühe spürbar unter Druck.

Die Preise für Jungbullen der Handelsklasse O3 liegen mit 3,45 Euro/kg 21 Cent über dem Vorjahr. © Mühlhausen/landpixel
 
Ende August kommen die Preise für Jungbullen und Kühe spürbar unter Druck. Dabei setzt sich der Preisrückgang bei Kühen seit Mitte Juli mit unverminderter Geschwindigkeit fort, während die Bullenpreise erstmals seit Anfang Juni vor allem für die unteren Qualitäten zurückgehen. Außerdem fallen die Preise sowohl bei Bullen als auch bei Kühen jetzt unter das Niveau der letzten drei Jahre. Darüber hinaus folgen die Bullenpreise derzeit nicht dem saisonal eigentlich üblichen Trend nach oben. Die Anzahl der geschlachteten Bullen befindet sich zudem auf dem höchsten Niveau seit Ende Mai und die Anzahl der geschlachteten Kühe war lediglich Anfang Januar größer als in der aktuellen Woche.
 
Bullenpreise kommen unter Druck
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 24. August ein Preis von 3,46 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit 1 Ct weniger als in der Woche zuvor. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,17 Euro/kg gezahlt und damit 3 Ct weniger wie letzte Woche. Lediglich für U-3-Bullen notierten die Preise unverändert bei 3,54 Euro/kg. Damit haben die Auszahlungspreise für Jungbullen erstmals seit Mitte Juni nachgegeben. Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) derzeit 14 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,60 Euro) und sogar 50 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,96 Euro). Im letzten Jahr (2013) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von mit 3,60 Euro unverändert geblieben und in den nächsten Wochen (2013) kontinuierlich gestiegen.
 
Bullenschlachtung bleibt weiter sehr hoch
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen blieb nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 24. August mit 21.781 auf sehr hohem Niveau stabil. Das ist die größte Schlachtmenge seit Ende Mai. In den ersten 34 Wochen (Januar bis 24. August) des laufenden Kalenderjahres 2014 übertreffen die vorläufigen Schlachtzahlen die vergleichbare Schlachtmenge aus dem Vorjahr (2013). Derzeit beträgt der Vorsprung bei den Schlachtzahlen knapp 3 %. Das BLE hatte für die ersten sechs Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von gut 3,3 % ermittelt.
 
Preise für Kühe fallen kräftig
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 24. August nochmals kräftig nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte jetzt 3,06 Euro/kg SG und damit 3 Ct weniger der Vorwoche. Sei Mitte Juli haben die Preise für R3-Kühe damit um 14 Ct nachgegeben und sind auf den niedrigsten Stand seit Februar gefallen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 24. August mit 2,80 Euro/kg um 4 Ct niedrigere Preise ausgezahlt. Gleichzeitig gaben die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 5 Ct auf 2,13 Euro/kg nach. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,24 Euro/kg), sind die derzeitigen Kuhpreise 18 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,60 Euro/kg) wird um 54 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,27 Euro/kg SG auf 3,24 Euro/kg zurückgegangen haben sich dann aber allmählich stabilisiert.
 
Kuhschlachtung auf nimmt weiter zu
Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 24. August nochmals um 5 % auf 21.889 Tieren zu. Das ist die größte Schlachtmenge seit Anfang Januar 2014. In den ersten 34 Wochen des laufenden Kalenderjahres (Januar bis 24. August) liegen die vorläufigen Schlachtzahlen unter der vergleichbaren Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Das BLE hat für die ersten sechs Monate des aktuellen Kalenderjahres (Januar und Juni) offiziell eine Zunahme der Schlachtmenge bei Kühen von knapp 1,1 % ausgewiesen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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