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Analyse

Rinderpreise steigen auf breiter Front

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© agrarfoto.com
von , am
10.08.2017

In der ersten Augustwoche sind die Preise für Schlachtrinder aller Kategorien gestiegen. Am kräftigsten fiel der Preisanstieg bei Jungbullen aus.

Auch für Schlachtkühe haben die Preise die zweite Woche in Folge zugelegt. Damit bewegen sich die Preise für Schlachtkühe entgegen dem saisonal üblichen Trend wieder nach oben. Bei Schlachtfärsen haben die Preise ebenfalls in allen Qualitätsbereichen zugelegt.

Die Anzahl der geschlachteten Bullen  und Färsen nahm in der vorigen Woche leicht zu. Gleichzeitig nahm  die Zahl der geschlachteten Kühe ab. Dabei war die Zahl der geschlachteten Bullen wieder etwas größer als die Zahl der geschlachteten Kühe.

Bullenpreise steigen kräftig

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© Olaf Zinke

Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis zum 06. August ein Preis von 3,70 Euro kg SG (Hkl. R3) ausgezahlt und damit 4 Cent mehr wie in der Woche zuvor (3,66) und 22 Cent mehr wie im vorigen Jahr (3,48).

Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte in der vorigen Abrechnungswoche im Bundesmittel 3,45 Euro/kg ausgezahlt und damit ebenfalls 4 Cent mehr wie in der Woche zuvor (3,41) und 19 Cent mehr als vor einem Jahr (3,26).

Für Bullen der Handelsklasse U3 wurden in der vorigen Abrechnungswoche 3,78 Euro/kg gezahlt und damit 4 Cent mehr als in der Woche zuvor sowie 25 Cent mehr als vor einem Jahr (3,53).

Im vorigen Jahr (2016) sind die Bullenpreise (R3) zum gleichen Termin von 3,43 Euro auf 3,48 Euro gestiegen. Im Verlauf des vorigen August kletterten die Preise dann bis auf 3,59 Euro nach oben und bis Ende September blieben die Bullenpreise dann relativ stabil.

Kuhpreise erneut im Plus

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© Olaf Zinke

In der Abrechnungswoche bis zum 06. August erhielten die Landwirte für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 im Bundesmittel 3,34 Euro/kg SG und damit 2 Cent mehr als in der Woche zuvor (3,32) sowie 38 Cent mehr als im vorigen Jahr (2,96).

Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 zahlten die Schlachtunternehmen im Mittel 3,14 Euro/kg und damit 3 Cent mehr als in der Woche zuvor (3,11). Für Kühe dieser Kategorie sind die Preise 43 Cent höher als vor einem Jahr (2,71).

Für Schlachtkühe der Handelsklasse P2 (Verarbeitungsqualität) wurden mit 2,52 Euro/kg  sogar 4 Cent mehr gezahlt. Damit sind die P2-Preise jetzt 41 Cent höher als im Jahr 2016 (2,11).

Im vorigen Jahr (2016) sind die Kuhpreise (R3) zum gleichen Termin von 2,95 Euro auf 2,96 gestiegen. Im Verlauf des Monats August ging es dann noch leicht bis 2,97 Euro nach oben. Im vorigen September haben die Kuhpreise dann bis auf 2,88 Euro nachgegeben.

Färsenpreise steigen ebenfalls

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© Olaf Zinke

Die Preise für Schlachtfärsen sind in der Woche bis 06. August in allen Handelsklassen gestiegen. Für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte in der Woche bis zum 06. August 3,63 Euro/kg SG und damit 3 Cent mehr als in der Woche zuvor (3,60) und 19 Cent mehr als im vorigen Jahr (3,44).

Für Schlachtfärsen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte in der letzten Abrechnungswoche 3,16 Euro/kg und damit 1 Cent mehr als in der Woche zuvor (3,15). Für Färsen dieser Kategorie sind die Preise jetzt 41 Cent höher als vor einem Jahr (2,75).

Die Preise für Färsen des oberen Qualitätssegments (U3) wurden mit 3,68 Euro/kg um 3 Cent nach oben gesetzt. Damit waren die U3-Preise 18 Cent höher als im vorigen Jahr (3,50).

Im vorigen Jahr haben die Färsenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,46 auf 3,44 Euro leicht nachgegeben. Im weiteren Monatsverlauf sind die Preise dann jedoch wieder bis auf 3,49 Euro gestiegen.

Kuhschlachtung ist rückläufig

In der Woche bis zum 06. August nahm die Zahl der geschlachteten Jungbullen um 3,6 % % auf 18.364 Tiere  zu (Vw: 17.716). Gegenüber der Schlachtwoche aus dem vorigen Jahr (17.867), war die Schlachtmenge etwa 2,8 % größer.

Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm in der Woche bis zum 06. August hingegen um 3,6 % auf 17.666 Tiere ab (Vw: 18.332). Gegenüber der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (21.425) war die Schlachtmenge bei Kühen zudem 18 % kleiner. Außerdem wurden wieder mehr Bullen als Kühe geschlachtet.

Die Zahl der geschlachteten Färsen nahm in der Woche bis zum 06. August um 1,7 % auf 6.811 Tiere zu (Vw: 6.698) und war jedoch 5,0 % kleiner als im vorigen Jahr (7.186).

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