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Analyse

Rinderpreise steigen immer weiter

von , am
24.06.2015

Bei Schlachtrindern bleibt es trotz relativ hoher Schlachtzahlen bei steigenden Preisen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Bei Schlachtrindern bleibt es trotz relativ hoher Schlachtzahlen bei steigenden Preisen. Gleichzeitig sind die Preise für Bullen und Schlachtkühe erheblich höher sind als im vorigen Jahr. Dabei steigen die Bullenpreise weiterhin für alle Qualitätsklassen. Bei Schlachtkühen steigen die Preise ebenfalls für alle Qualitätsklassen.
 
Bei Kühen haben die die Schlachtzahlen letzte Woche zudem kräftig zugenommen und auch bei Bullen bleibt die Wochenschlachtung hoch. Vor dem Hintergrund der steigenden Preise lässt sich dies nur mit einer sehr regen Nachfrage der Schlachter erklären. Offenbar trägt auch der Drittlands-Export zum guten Absatz bei, denn die Ausfuhr von Rindfleisch in Drittländer war für den Zeitraum Januar bis April rund 13 % höher als im sehr guten Vorjahr.
 
Bullenpreise deutlich höher als 2014
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 21. Juni ein Preis von 3,69 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit 2 Cent mehr als in der Woche zuvor (3,67) und 22 Cent mehr wie im letzten Jahr (3,47) zu diesem Termin. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte im Bundesmittel 3,38 Euro/kg ausgezahlt und damit 3 Cent mehr als letzte Woche (3,35) und 20 Cent mehr als vor einem Jahr (3,18).
 
Die Preise für U3-Bullen legten um 2 Cent auf 3,76 Euro/kg zu und sind damit 22 Cent höher als vor einem Jahr (3,54). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,48 Euro auf 3,46 Euro zurückgegangen und sind dann Ende Juli allmählich wieder gestiegen.
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Kuhpreise steigen wieder kräftig
Die Preise für Schlachtkühe sind in der Woche bis 21. Juni ebenfalls weiter gestiegen und diesmal ebenfalls für alle Qualitätsklassen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,36 Euro/kg SG und damit 3 Cent mehr wie in der Woche zuvor und 19 Cent mehr als vor einem Jahr (3,17). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte in der aktuellen Schlachtwoche 3,25 Euro/kg und damit 3 Cent höhere Preise als vorige Woche ausgezahlt.
 
Für Kühe dieser Kategorie sind die Preise derzeit 33 Cent höher als vor einem Jahr (2,92). Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 2 Cent auf 2,52 Euro/kg gestiegen. Damit sind die P2-Preise 26 Cent höher als im Jahr 2014 (2,26). Im letzten Jahr (2014) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin mit von 3,19 Euro auf 3,20 Euro gestiegen und sind dann ab Mitte Juli bis zum Jahresende wieder zurückgegangenen.
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Rinderschlachtung auf hohem Niveau
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen blieb nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 21. Juni gegenüber Vorwoche mit 21.255 Tieren fast unverändert. Im Vergleich zu der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (19.293) war die Schlachtmenge in dieser Woche jedoch 10 % größer.
 
Die Zahl der geschlachteten Kühe nahm nach den Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 21. Juni gegenüber der Vorwoche sogar um 7,3 % auf 17.350 Tiere zu. Gegenüber der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (19.272) war die Schlachtmenge bei Kühen allerdings etwa 10 % kleiner.
 
Dr. Olaf Zinke
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