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Analyse

Weniger Geld für Schlachtrinder

von , am
09.07.2015

In der ersten Juliwoche haben die Preise für Jungbullen deutlich nachgegeben und auch die Kuhpreise gerieten spürbar unter Druck.

© Frédéric Prochasson/Fotolia
 
In der ersten Juliwoche haben die Preise für Jungbullen deutlich nachgegeben und auch die Kuhpreise gerieten spürbar unter Druck. Bei Bullen gingen zudem die Schlachtzahlen deutlich zurück, während die Kuhschlachtung (trotz der rückläufigen Preise) fast unverändert blieb. Im vorigen Jahr hatten die Kuhpreise ab Mitte Juli ebenfalls nachgegeben, während die Bullenpreise sich bis bis August behauptetet haben und dann bis zum Ende des Jahres gestiegen sind.
 
Bullenpreise geben deutlich nach
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 05. Juli ein Preis von 3,66 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit 5 Cent weniger als in der Woche zuvor (3,71) und noch 20 Cent mehr als im letzten Jahr (3,46) zu diesem Termin. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte im Bundesmittel 3,34 Euro/kg ausgezahlt und damit 5 Cent weniger als letzte Woche (3,39) und 17 Cent mehr als vor einem Jahr (3,17).
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Die Preise für U3-Bullen gaben um 3 Cent auf 3,75 Euro/kg nach und sind damit 22 Cent höher als vor einem Jahr (3,53). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 3,46 Euro unverändert geblieben und sind dann Ende Juli allmählich wieder gestiegen.
 
Kuhpreise kommen unter Druck
Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis 05. Juli ebenfalls nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,34 Euro/kg SG und damit 2 Cent weniger als in der Woche zuvor (3,36) und 14 Cent mehr als vor einem Jahr (3,20). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte in der aktuellen Schlachtwoche 3,20 Euro/kg und damit 5 Cent weniger als in der vorigen Woche ausgezahlt. Für Kühe dieser Kategorie sind die Preise derzeit 22 Cent höher als vor einem Jahr (2,98).
 
Außerdem sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 4 Cent auf 2,47 Euro/kg zurückgegangen. Damit sind die P2-Preise 16 Cent höher als im Jahr 2014 (2,31). Im vorigen Jahr (2014) sind die Kuhpreise (R3) zum aktuellen Termin mit 3,20 Euro unverändert geblieben und dann ab Ende Juli bis zum Jahresende zurückgegangenen.
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Deutlich weniger Bullen geschlachtet
Die Zahl der geschlachteten Jungbullen hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 05. Juli um 9,5 % auf 20.425 Tiere abgenommen (Vw: 22.567). Gegenüber der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (20.774) war die Schlachtmenge in dieser Woche knapp 2,0 % kleiner.
 
Die Zahl der geschlachteten Kühe blieb nach den Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 05. Juli gegenüber der Vorwoche relativ stabil 18.152 Tiere zu ( Vw: 18.252) . Gegenüber der vergleichbaren Woche aus dem vorigen Jahr (20.200) war die Schlachtmenge bei Kühen allerdings deutlich um rund 10,0 % kleiner.
 
Dr. Olaf Zinke
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