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Analyse

Dänen exportieren 3,5 Prozent mehr Schweine

von , am
05.02.2014

Dank eines florierenden Ferkelexports hat Dänemark im vergangenen Jahr erstmals mehr als 10 Millionen Schweine ins Ausland verkauft. [[mehr]] Nach vorläufigen Zahlen des dänischen Dachverbands der Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) wurden 2013 insgesamt 10,03 Millionen Schweine ausgeführt. Das waren fast 340.000 Tiere oder 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
 
Das Erreichen der neuen Rekordmarke ist ausschließlich dem Zuwachs bei den Ferkelexporten geschuldet. Es wurden 2013 mehr als 9,6 Millionen Jungtiere mit einem Gewicht von weniger als 50 kg an Käufer jenseits der Landesgrenzen geliefert; im Vergleich zu 2012 stieg der betreffende Auslandsabsatz um etwa 370.000 Ferkel oder vier Prozent.
 
 

Fünf Mio. Schweine nach Deutschland

Der Rückgang der dänischen Schlachtschweineexporte kam im vergangenen Jahr zum Stillstand. Erstmals seit Jahren stieg die ins Ausland gelieferte Stückzahl wieder leicht an, und zwar um 1,4 Prozent auf rund 350.500 Stück. Das war aber nicht einmal halb soviel, wie noch 2010 exportiert wurde. Spürbar abgenommen hat dagegen die Ausfuhr von Schlachtsauen, die 2013 mit gut 72.000 Stück das Vorjahresergebnis um ein Drittel verfehlte.
 
Wichtigster Abnehmer für lebende Schweine aus Dänemark blieb Deutschland. In den ersten drei Quartalen 2013 wurden mit fast 5 Millionen Tieren rund 64 Prozent aller Lebendschweine ins Bundesgebiet verkauft. Allerdings fiel die Stückzahl um 5,8 Prozent kleiner als im Vorjahreszeitraum aus.
 
 

Mehr Ferkel nach Polen

Deutlich zugenommen hat dagegen der Handel mit Polen: In den ersten neun Monaten 2013 setzten die Dänen auf diesem Markt 2,05 Millionen Ferkel ab. Das war ein Zuwachs von 38 Prozent. Der anhaltende Ferkelexodus ins Ausland hat 2013 dazu geführt, dass die Rohstoffbasis für die dänischen Schlachtbetriebe erneut kleiner ausfiel. Nach Angaben von L&F wurden 19,07 Millionen Schweine in Dänemark geschlachtet. Das waren rund 366.000 Tiere oder 1,9 Prozent weniger als 2012 und fast 1,9 Millionen Stück weniger als 2011. (AgE)
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