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Analyse

Frankreich setzt Schweine-Notierung aus

von , am
20.10.2015

In Frankreich wurde die Notierung für Schlachtschweine des Marché du Porc Breton mangels Käufer ausgesetzt. Damit ist derzeit kein französischer Referenzpreis verfügbar.

Nicht viel Bewegung gab es bei den Preisen in der letzten Juliwoche. © Mühlhausen/landpixel
Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) unter Berufung auf die französische Agrarpresse mitteilte, sind zwei weitere Abnehmer der Versteigerung von Schlachtschweinen im bretonischen Plérin ferngeblieben. Seit dem 8. Oktober fehlen bei der Auktion auch die Schlachtunternehmen SA Bernard und SA Charles. Die Unternehmen gehören zur Gruppe Jean Floc’h. Nachdem bereits Bigard und Cooperl seit Wochen als Käufer in der Auktion fehlten, verbleiben jetzt nur noch das Schlachtunternehmen Abera, das zur Avril Gruppe gehört, und Josselin Porc, das zur Supermarktkette Intermarché gehört, sowie Kermené, das zur Supermarktkette Leclerc gehört, als Käufer.
 
Der ISN zufolge sind die Käufer mit der politisch beeinflussten Preisfindung unzufrieden. Immer mehr Abnehmer stiegen aus Unmut über die Höhe des Preisniveaus aus. Der am Marché du Porc Breton festgestellte Preis sei ein politischer Preis und habe keinen Bezug zur Marktrealität. Insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit auf den Exportmärkten leide. Aus diesem Grund waren im September erstmalig in der Geschichte Frankreichs Hauspreise gezahlt worden.
 
Für die ISN zeigen die Ereignisse in Frankreich, dass der unter Einfluss der Politik vereinbarte Richtpreis zur Sicherung der Erzeugererlöse fehlgeschlagen sei. Es sei wenig zielführend, einen Preis zu machen, der am Markt nicht umzusetzen sei und am Ende ohne jede Preisorientierung dazustehen.
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