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Analyse

Großes Schweineangebot verhindert Preiserholung

von , am
02.04.2015

Das Schweineangebot hat vor den Osterfeiertagen noch einmal zugenommen und die Schlachtung erreicht den bislang höchsten Wert Jahres.

© Mühlhausen/landpixel

 
Das Schweineangebot hat vor den Osterfeiertagen noch einmal zugenommen und die Schlachtung erreicht den bislang höchsten Wert des Jahres. Gleichzeitig ist die Nachfrage der Schlachter stetig und Markt nimmt das größere Angebot zunächst einmal ohne erkennbare Probleme auf. Für einen zunächst durchaus möglichen Preisanstieg fehlen jedoch auf jeden Fall die zusätzlichen Impulse vom Grillfleischmarkt. Und nach einer Verbesserung sieht es sowohl für Ostern als für die Woche nach den Freiteragen derzeit nicht aus. Vielerorts bleibt es offenbar kalt und regnerisch und der Frühling (auch bei den Schweinpreisen) ist bis auf weiteres verschoben. Hinzu kommt der mögliche Druck der von den fehlenden Schlachttagen (Freitag und Montag) ausgehen könnte und zumindest im vorigen Jahr für leichte Preiskorrekturen gesorgt hatte.
 
VEZG-Preis bleibt noch einmal unverändert
In der ersten Aprilwoche (01.04) wurde der bis zum nächsten Mittwoch (08.04) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine mit 1,40 Euro/kg SG erneut unverändert gelassen. Die Preispanne lag ebenfalls unverändert zwischen 1,40 Euro und 1,43 Euro/kg SG. Bei der ISN- Internetversteigerung am Dienstag (31.03) wurden die Schweine mit 1,46 Ct zu 2 Ct höheren Preisen gehandelt. Die Preisspanne war lag zwischen 1,45 Euro/kg und 1,48 Euro/kg. Gleichzeitig wurden diesmal alle bei der Auktion angebotenen Schweine auch verkauft.
 
Schlachtzahlen klettern auf Jahreshoch
Die Zahl der wöchentlich geschlachteten Schweine nahm in der letzten vom BLE gemeldeten letzten Abrechnungswoche bis 29. März deutlich zu und erreichte den bislang höchsten Stand des aktuellen Kalenderjahres. Mit 1.046.576 geschlachteten Schweinen wurden 4,4 % mehr Tiere abgerechnet als in der Woche zuvor (1.002.576). Gleichzeitig war die aktuelle Schlachtmenge 4,9 % größer als in der vergleichbaren Vorjahreswoche (997.850). Die Zahl der geschlachteten Sauen nahm in der aktuellen Woche (bis 29. März) um knapp 1,4 % auf 18.769 Tiere zu, liegt damit jedoch noch 4,0 % höher als im letzten Jahr (18.050) zu diesem Termin.
 
Auszahlungspreise für Schweine 18 Ct niedriger als 2014
Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 29. März durchschnittlich (wirklich) ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse S lag bei 1,45 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse E wurden den Landwirten 1,41 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 22.03) waren die Auszahlungspreise für S-Schweine unverändert. Für E-Schweine wurden ebenfalls unveränderte Preise ausgezahlt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Schweinepreise zum aktuellen Abrechnungstermin 18 Ct niedriger. Im letzten Jahr (2014) sind die Schweinepreise in der vergleichbaren Woche von 1,60 Euro/kg auf 1,58 zurückgegangen. Schlachtsauen (M) wurden in der aktuellen Schlachtwoche bis zum 29. März mit 1,06 Euro/kg SG abgerechnet und damit zu unveränderten Preisen. Im Vergleich zum letzten Jahr (1,39) sind die Sauenpreise derzeit 33 Ct (!!) niedriger.
 
Terminmarkt lässt Preise unverändert
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) lagen die Preiserwartungen für den April (am Mittwoch) bei 1,46 Euro/kg SG und damit weiterhin 6 Ct über dem aktuellen VEZG-Preis und unverändert zur letzten Woche (1,46 Euro/kg). Für den Mai rechnet man derzeit ebenfalls unverändert mit einem Preis von 1,48 Euro/kg (Vw: 1,48 Euro). Der Juni notiert ebenfalls unverändert bei 1,50 Euro (Vw: 1,50) und der Juli liegt wie in der letzten Woche bei 1,53 Euro. Für den Augusttermin hält man weiterhin Preise von knapp 1,59 Euro (Vw. 1,59) für möglich.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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