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Analyse

Großes Schweineangebot verhindert Preiserholung

von , am
29.10.2014

Das Angebot an Schlachtweinen ist Ende Oktober unverändert groß. Die Schlachtung liegt die dritte Woche in Folge über der Marke von 1. Mio. Tieren.

© Mühlhausen/landpixel
 
Das Angebot an Schlachtweinen ist Ende Oktober unverändert groß. Die Schlachtung liegt die dritte Woche in Folge über der Marke von 1. Mio. Tieren. Dieses große Angebot verhindert offensichtlich den erhofften Anstieg der Schweinepreise. Der Absatz von Fleisch Richtung Einzelhandel lief zuletzt jedenfalls (zu deutlich niedrigeren Preisen) relativ reibungslos. Sollte das Angebot an Schweinen in nächster Zeit nicht spürbar zurückgegen, werden sich in der nächsten Zeit wohl kaum höhere Preise durchsetzen lassen. Und nach einem Angebotsrückgang sieht vor dem Hintergrund der erwarteten Entwicklung im vierten Quartal nicht aus. Außerdem verkürzt diese Woche regional ein Feiertag die Schlachtwoche. Am Terminmarkt schlägt sich die aktuelle Konstellation deutlich in den Preiserwartungen für die nächsten Monate nieder. Die bislang für den November noch erwartete Preiserholung gehört  der Vergangenheit an. Nun liegen die Kontraktpreise für die nächsten Monate (ab November) unter dem aktuellen Marktpreis.
 
Schweinepreise nicht verändert
An diesem Mittwoch (29.10) wurde der bis zum nächsten Mittwoch (05.11) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine erneut unverändert mit 1,40 Euro/kg SG notiert. Die Preisspanne der abgegebenen Preismeldungen bewegt sich unverändert zwischen 1,40 Euro und 1,43 Euro/kg SG. Damit verharren die Schweinepreise in Deutschland weiterhin auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2011. Am Dienstag (27.10) hatten die Schweinepreise auf der Internetversteigerung der ISN leicht um 1 Ct auf 1,45 Ct nachgegeben. Damit liegt der Preis der ISN-Internetbörse 5 Ct über dem aktuellen VEZG-Preis. Die Preise bei der Internetschweinbörse bewegten sich in einer Spanne von 1,43 Euro/kg bis 1,47 Euro/kg. Der Vereinigungspreis für Schlachtsauen wurde Ende der letzten Woche (23.10) 2 Ct höher mit 1,15 Euro/kg SG notiert, in einer Spanne von 1,13 Euro bis 1,16 Euro .
 
Wieder mehr als 1 Mio. Schweine geschlachtet
Die Zahl der geschlachteten Schweine lag in der letzten Abrechnungswoche erneut über der Marke von 1 Mio. Tieren. Mit insgesamt 1.025.424 geschlachteten Schweinen wurden rund 1 % weniger Schweine abgerechnet wie in der Woche zuvor (1.037.600). Gleichzeitig war die aktuelle Schlachtmenge 2,6 % größer als in der vergleichbaren Vorjahreswoche (2013). Damit übertreffen die Schlachtzahlen jetzt die zwölfte Woche in Folge die vergleichbaren Vorjahreswerte. In der Summe der ersten 43 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014 (Januar bis 26. Oktober) ist die Zahl der insgesamt geschlachteten Schweine jetzt 0,5 % größer als 2013. Die Zahl der geschlachteten Sauen blieb in der letzten Woche (bis 26. Oktober) mit 19.052 Tieren relativ stabil.
 
Preise für Schlachtsauen etwas höher
Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 26. Oktober durchschnittlich ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse S lag bei 1,45 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse E wurden den Landwirten 1,41 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 19.10) blieben die Auszahlungspreise für S-Schweine und für E-Schweine damit unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Schweinepreise zum aktuellen Abrechnungstermin (26. Oktober) rund 32 Ct niedriger und das Niveau von 2012 wurde um 44 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) gaben die Schweinepreise in der vergleichbaren Woche von 1,77 Euro/kg auf 1,75 Euro/kg nach. Schlachtsauen (M) wurden in der aktuellen Schlachtwoche bis zum 26. Oktober 2014 mit 1,18 Euro/kg SG zu 1 Ct höheren Preise abgerechnet.
 
Terminmarkt korrigiert kräftig nach unten
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) sind die Preise für Schlachtschweine für die vorderen Termine regerecht eingebrochen und haben für die hinteren Termine (2015) nochmals nachgegeben. Damit liegen nun auch die Kontraktpreise für den November deutlich unter den derzeitigen Auszahlungspreisen. Am Mittwoch (29.10) wurde der Novemberkontrakt am Terminmarkt nur noch mit 1,36 Euro/kg SG notiert und 16 Ct niedriger als in der Vorwoche (1,52) und 4 Ct unter dem aktuellen VEZG-Preis. Der Dezember wurde mit 1,35 Euro gehandelt und damit 5 Ct billiger als letzte Woche (1,40 Euro). Im Januar 2015 erwartet man am Terminmarkt nur noch Schweinepreise von 1,32 Euro/kg und damit nochmals 3 Ct weniger als letzte Woche (1,35).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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