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Analyse

Kleineres Angebot stabilisiert Schweinepreise

von , am
08.10.2015

Anfang Oktober stabilisiert ein kräftiger Angebotsrückgang die Schweinepreise.

© Mühlhausen/landpixel
 
Anfang Oktober stabilisiert ein kräftiger Angebotsrückgang die Schweinepreise. Die wöchentliche Schweineschlachtung ging um fast 8 Prozent auf den niedrigsten Wert seit Mitte September zurück. Damit wird der Druck auf die Schweinepreise deutlich kleiner und den Schlachtern fehlen die Argumente für weitere Preisrücknahmen, zumal die Nachfrage jahreszeitgemäß durchaus robust ist. Zudem sind die Preise nicht nur auf Erzeugerseite sehr niedrig sondern auch im Groß- und Einzelhandel.  Das müsste  eigentlich für einen guten Absatz sorgen. Der Index der gewerblichen „Erzeugerpreise“ für Schweinefleisch war im August 2015 jedenfalls 12 % niedriger als im August 2014 zuvor und sogar 18 % niedriger als zwei Jahre zuvor.
 
Allerdings war die Entwicklung der wöchentlichen Schweine-Schlachtungen im vorigen Jahr ähnlich wie bisher. Nach einem Anstieg des Angebotes und der Schlachtung bis Ende September, ging das Angebot bzw. die Schlachtmenge Anfang Oktober kräftig nach unten. In den drei darauffolgenden Oktoberwochen stiegen die Schlachtzahlen jedoch wieder sehr deutlich an. Dennoch blieben die Schweinepreise im vorigen Jahr bis Ende November relativ stabil, um dann im Dezember noch einmal kräftig nachzugeben.
 
VEZG-Preis bleibt unverändert
In der ersten Oktoberwoche (07.09) wurde der bis zum nächsten Mittwoch (14.10) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine unverändert mit 1,42 Euro je kg SG notiert. Eine Preispanne gab es diesmal nicht. Bei der ISN- Internet-Auktion am Dienstag (06.10) waren die Schweinepreise mit 1,47 Cent ebenfalls unverändert geblieben. Die Preisspanne lag ebenfalls relativ eng bei 1,46 bis 1,48 Euro. Am vorigen Freitag (02.10) war der Preis auf der ISN-Auktion um 1 Cent auf 1,47 Euro gestiegen.
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Schlachtung geht deutlich zurück
Die Zahl der wöchentlich geschlachteten Schweine nahm in der letzten vom BLE gemeldeten Abrechnungswoche bis 04. Oktober deutlich zurück und stabilisierte damit die Schweinepreise. Mit 953.738 geschlachteten Schweinen wurden 7,7 % weniger Tiere abgerechnet als in der Woche zuvor (1.032.007). Dennoch war die aktuelle Schlachtmenge 6,6 % größer noch kleinere Schlachtung der vergleichbaren Vorjahreswoche (894.461).
 
In den ersten 40 Wochen des Jahres bis Anfang Oktober, war die Zahl der in Deutschland geschlachteten Schweine etwa 2,0 % größer als im vorigen Jahr. Die Zahl der geschlachteten Sauen war in der aktuellen Woche bis 04. Oktober mit 18.578 Tieren 0,5 % kleiner als als in der vorigen Woche (18.678) und 22,0 % größer als die Sauen-Schlachtung im vorigen Jahr (15.159) zu diesem Termin.
 
Schweinepreise jetzt auf Vorjahresniveau
Der von den Schlachtunternehmen in der vorigen Abrechnungswoche bis zum durchschnittlich an die Landwirte ausgezahlten Preis für Schweine der Handelsklasse S lag bei 1,47 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse E erhielten die Landwirten 1,43 Euro/kg SG. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 27.09) waren die Auszahlungspreise für S-Schweine in der vorigen Woche noch um 3 Cent zurückgegangen. Für E-Schweine wurden vorige Woche ebenfalls 3 Cent niedrigere Preise ausgezahlt.
 
Im Vergleich zum Vorjahr waren die Schweinepreise zum aktuellen Abrechnungstermin nur noch 1 Cent niedriger. Im letzten Jahr (2014) waren die Schweinepreise in der vergleichbaren Woche von 1,51 Euro je kg SG auf nur noch 1,46 Euro gefallen. Schlachtsauen (M) wurden in der Schlachtwoche bis zum 04. Oktober mit 1,08 Euro/kg SG abgerechnet und zu unveränderten Preisen (1,08). Im Vergleich zum letzten Jahr (1,20) sind die Preise für Schlachtsauen derzeit 12 Cent niedriger.
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Terminmarkt erwartet Preisanstieg im Oktober
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) lagen die Preiserwartungen für den Oktoberkontrakt am Donnerstag (08.10) bei 1,45 Euro. Das waren 5 Cent höhere Preise als in der Vorwoche (1,40) sowie 3 Cent mehr als der aktuelle Kassapreis (VEZG). Der Novembertermin wurde mit knapp 1,41 Euro gehandelt und damit unverändert zur vorigen Woche (1,41) und 1 Cent unter dem derzeitigen Kassapreis. Der Dezember wurde am Terminmarkt mit knapp 1,38 Euro notiert und damit ebenso hoch wie vorige Woche (1,38). Für den Januar 2016 lagen die Kontraktpreise weiterhin bei knapp 1,41 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke
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