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Analyse

Preisanstieg bei Schweinen geht weiter

von , am
19.02.2015

Ein relativ stabiles Angebot trifft auf eine (trotz Karneval) verbesserte Nachfrage und zieht die Schweinepreise weiter nach oben.

© Mühlhausen/landpixel
 
Der Preisanstieg am Schweinemarkt setzt sich fort. Ein relativ stabiles Angebot trifft auf eine (trotz Karneval) verbesserte Nachfrage und zieht die Schweinepreise weiter nach oben. Dieses Szenario entspricht jedoch auch der saisonal üblichen Entwicklung am Schweinmarkt und die Preise sind (trotz der deutlichen Erholung) immer noch niedriger als vor einem Jahr. Allerdings hellt sich die Stimmung weiter auf und auch am Terminmarkt steigen die Preiserwartungen für die nächsten Monate an. Das Angebot an Schlachtschweinen blieb zuletzt relativ stabil und liegt damit auch etwa auf dem Niveau des letzten Jahres. Auch im letzten Jahr blieben die Angebotszahlen bis Anfang März relativ stabil. Danach ging es mit der Schlachtmenge jedoch nach oben.
 
VEZG-Preis steigt auf 1,47 Euro
In der dritten Februarwoche (18.02) wurde der bis nächsten Mittwoch (25.02) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine um weitere 7 Ct auf bei 1,47 Euro/kg SG angehoben. Die Preispanne lag relativ eng zwischen 1,46 Euro und 1,48 Euro. Am Dienstag (17.02) wurden die Schweine auf der Internetversteigerung der ISN mit 1,51 Ct gehandelt. Damit hat sich der Preis der ISN-Internetbörse gegenüber der letzten Versteigerung um 1 Ct und gegenüber der Vorwoche um 8 Ct erhöht. Die Preisspanne der Internetschweinbörse lag zwischen 1,50 Euro/kg und 1,53 Euro/kg. Bei der aktuellen Auktion wurden allerdings nur 67 % der angebotenen Schweine auch verkauft.
 
Schlachtzahlen bleiben relativ stabil
Die Zahl der wöchentlich geschlachteten Schweine blieb in der vom BLE gemeldeten Abrechnungswoche bis 15. Februar nahezu unverändert. Gleichzeitig war die Schlachtmenge ähnlich groß wie im letzten Jahr zu diesem Termin. Mit insgesamt 959.197 geschlachteten Tieren wurden 0,2 % weniger Schweine abgerechnet wie in der Woche zuvor (961.066)). Gleichzeitig war die aktuelle Schlachtmenge etwa 0,3 % kleiner als in der vergleichbaren Vorjahreswoche (2014). Die Zahl der geschlachteten Sauen blieb in der aktuellen Woche (bis 15. Februar) mit 19.317 Tieren ebenfalls fast stabil.
 
Auszahlungspreise steigen, Sauenpreise etwas höher
Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 15. Februar durchschnittlich (wirklich) ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse S lag bei 1,42 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse E wurden den Landwirten 1,39 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 08.02) sind die Auszahlungspreise für S-Schweine um 3 Ct höher. Für E-Schweine wurden die Preise um 4 Ct angehoben. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Schweinepreise zum aktuellen Abrechnungstermin jedoch immer noch 13 Ct niedriger. Im letzten Jahr (2014) sind die Schweinepreise in der vergleichbaren Woche allerdings von 1,57 Euro/kg auf 1,54 zurückgegangen. Schlachtsauen (M) wurden in der aktuellen Schlachtwoche bis zum 15. Februar 2015 mit 1,04 Euro/kg SG abgerechnet und damit zu 2 Ct höheren Preisen.
 
Terminmarkt hinkt weiter hinterher
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) lagen die Preiserwartungen für den März (am Mittwoch) bei 1,43 Euro/kg SG und damit 4 Ct unter dem aktuellen VEZG-Preis jedoch 5 Ct höher als in der letzten Woche (1,38 Euro/kg). Für den April 2015 liegen die Terminmarktpreise bei 1,44 Euro und damit ebenfalls unter dem aktuellen VEZG-Preis und 2 Ct höher als in der Vorwoche (1,42 Euro). Für den Mai rechnet man derzeit mit einem Preis von 1,48 Euro/kg (Vw:1,45 Euro). Der Juni notiert am Mittwoch (17.02) bei 1,50 Euro (Vw: 1,46) und nur der Juli blieb unverändert bei 1,53 Euro. Für den Augusttermin hält man derzeit Preise von etwa 1,60 Euro für möglich.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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