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Analyse

Russen halten an Importverbot fest

von , am
07.02.2014

Russland will noch zumindest zwei Monate am Importverbot für Schweinefleisch aus der EU festhalten. [[mehr]] Das Verbot war nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Litauen verhängt worden. Es dauere noch mindestens zwei Monate, bis der Importstopp aufgehoben werden könne, sagte der Leiter des russischen Aufsichtsdienstes für Tier- und Pflanzengesundheit, berichtet Agra-Europe.
 
Abgelehnt haben die Russen den EU-Vorschlag, nur die Importe von Schweinefleisch aus Litauen einzuschränken. Aus russischer Sicht könne damit die Sicherheit nicht gewährleistet werden. Allerdings räumte Russland ein, dass das Risiko nicht in allen EU-Staaten gleich und deshalb grundsätzlich eine Regionalisierung der Importe möglich sei. Dazu brauche es aber noch detaillierte Informationen aus Brüssel zu den Risiken in den einzelnen Ländern.

Miese Preisaussichten

Am deutschen Schweinemarkt sieht nach dem Importstopp der Russen nicht gut aus. Das Angebot häuft sich zunehmend und es entstehen große Überhänge, berichten Erzeugergemeinschaften. Die Nachfrage nach Schweinen ist schwächer. Und nicht alle Partien sind zu platzieren. Die schwachen Hauspreise der Schlachtunternehmen aus dieser Woche werden nächste Woche weiter anhalten, so die Befürchtung.
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