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Analyse

Schwein: Deutsche Exporte stabil, Einbruch bei den Dänen

von , am
25.03.2015

Der Export von Schweinefleisch aus der Europäischen Union in Drittländer lag im Januar 2015 rund 11,4 % unter der Ausfuhrmenge des Vorjahres.

© Mühlhausen/landpixel
Der Export von Schweinefleisch aus der Europäischen Union in Drittländer lag im Januar 2015 rund 11,4 % unter der Ausfuhrmenge des Vorjahres. Allerdings hat Deutschland als größter Exporteur der Europäischen Union im ersten Monat des neuen Kalenderjahres sogar rund 1 % mehr Schweinefleisch in Drittländer exportiert als im Januar 2014. Besonders kräftigen Einbußen bei den Drittladexporten von rund 16 % verzeichnete hingen der auch für die Entwicklung am deutschen Markt wichtige nördliche Nachbar Dänemark.
 
Auch die niederländischen Exporte verfehlten das Vorjahresergebnis um rund 15 % und Polen konnte nicht einmal halb so viel Schweinefleisch exportieren wie im Jahr zuvor. Die wichtigsten Abnehmer nach dem Wegfall des russischen Marktes sind zum Jahresbeginn 2015 China, Südkorea, Japan Hongkong, die Philippinen und die USA. Die höchsten Zuwächse als Absatzmärkte erzielten die Europäer in Südkorea und, Australien der Ukraine und den USA. Dagegen sind die Ausfuhren Richtung Honkong und Philippinen kräftig geschrumpft.
 
Exportboom Richtung Südkorea, China am wichtigsten
Der mit Abstand wichtigste Exportmarkt für Schweinefleisch war im Januar 2015 China. Im ersten Monat des Jahres 2015 haben die Ausfuhren nach China dabei nochmals um 5 % zugenommen. Im Jahr 2014 waren die europäischen Exporte nach China um 7 % gewachsen und 2013 nahmen die europäischen Ausfuhren nach Chins um 14 % zu. Der chinesische Anteil an allen europäischen Schweinefleischausfuhren lag im Januar 2015 bei etwa 30 % und im gesamten Jahr 2014 bei etwa 24 (!!) %.
 
Die Nummer zwei unter den wichtigsten Abnehmern war im Januar 2015 Südkorea, mit einem Zuwachs bei den Ausfuhren von 72 % und einem Anteil an den Gesamtausfuhren von 11 %. Im Jahr 2014 lag der koreanische Anteil an allen europäischen Schweinefleischausfuhren bei etwa 7 % und die Exportmenge der Europäer nach Korea hatte sich im Jahr 2014 mehr als verdoppelt.
 
Japan und die Philippinen importieren weniger
Deutlich um um 20 % zurückgegangen ist im Januar 2015 der Export nach Japan. (Davon ist offenbar vor allem Dänemark betroffen). Auf die Japaner entfallen im Januar 2015 etwa 9 % der europäischen Ausfuhren. Im Jahr 2014 lag der japanische Anteil an allen europäischen Schweinefleischausfuhren bei etwa 10 % und die Exportmenge der Europäer nach Japan war im Jahr 2014  sogar um 32 % gewachsen.
 
Einen starken Einbruch der Exporte gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die Europäer im Januar 2015 mit 40 % Richtung Philippinen. Im Jahr 2014 lag der Anteil der Philippinen an allen europäischen Schweinefleischausfuhren bei etwa 7 % und die Exportmenge der Europäer in das südostasiatischen Land war 2014 um 94 %  (!!) gewachsen. Weitere Exportländer mit Zuwächsen im Januar waren die USA mit 19 % (6 % aller Exporte) und Australien mit 53 % (3 % aller Exporte) und in die Ukraine mit 8 % (3 % aller Exporte).
 
Deutscher Export fast stabil, Einbruch bei den Dänen
Größter Schweinefleischexporteur der Europäischen Union war im Januar 2015 (wie auch im Gesamtjahr 2014) Deutschland vor Dänemark. Dabei hat der deutsche Export im Januar 2015 gegenüber dem Vorjahr sogar ganz leicht um 1 % zugenommen, nachdem die Ausfuhren im Gesamtjahr 2014 trotz des russischen Importstopps nur um knapp 5 % zurückgegangen waren. Die dänischen Ausfuhren waren im Januar 2015 allerdings 16 % niedriger als im Januar 2015, nach dem die Ausfuhren im Gesamtjahr 2014 um etwa 8 % zurückgegangen waren.
 
Die niederländische Exportmenge blieb im Januar 2015 ebenfalls 15 % niedriger als im Vorjahr und die polnischen Ausfuhren haben sich mehr als halbiert. Der deutsche Anteil an den europäischen Gesamtexporten lag im Januar bei etwa 24 %. Der Anteil der Exporte Dänemarks an den Gesamtausfuhren lag bei knapp 21 %, Spanien kommt bei kräftig wachsenden Exporten jetzt auf 15 % der europäischen Gesamtausfuhren, die Niederlande auf knapp 8 %, Frankreich auf 6 % und Polen liegt bei 5 %. Im den letzten Jahren gingen etwa ein Viertel aller deutschen Schweinefleisch-Ausfuhren in Drittländer, während drei Viertel in andere EU-Staaten verkauft wurde.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
 
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