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Analyse

Schwein: Europäischer Export nach Asien boomt

von , am
19.06.2015

Der Export von Schweinefleisch aus der europäischen Union läuft 2015 trotz des russischen Importstopps deutlich besser als im vorigen Jahr.

© Mühlhausen/landpixel
 
Der Export von Schweinefleisch aus der europäischen Union läuft 2015 trotz des russischen Importstopps deutlich besser als im vorigen Jahr. Hauptursache für das Exportwachstum sind die deutlich größeren Ausfuhrmengen nach China und Südkorea, sowie nach Australien und in die USA. Offenbar ist es den Europäern gelungen den Wegfall des bis dahin wichtigsten Exportmarkes Russland mehr als auszugleichen. Im Zeitraum Januar bis April 2015 lag der Export von Schweinefleisch aus der Europäischen Union rund 6,0 % über der Ausfuhrmenge des Vorjahres. Dabei hat Deutschland als größter Exporteur der Europäischen Union sogar 15 % mehr Schweinefleisch in Drittländer exportiert als 2014.
 
Exportboom nach China und Südkorea
Der mit Abstand wichtigste Exportmarkt für Schweinefleisch war im Zeitraum Januar bis April 2015 China. In den ersten vier Monaten des Jahres 2015 haben die Ausfuhren nach China gegenüber dem Vorjahr um 36 % zugenommen. Im gesamten Jahr 2014 waren die europäischen Exporte nach China um 7 % gewachsen und 2013 nahmen die europäischen Exporte nach China um 14 % zu. Der chinesische Anteil an allen europäischen Schweinefleischausfuhren lag 2015 bei etwa 32 % und im gesamten Jahr 2014 bei etwa 24 (!!) %.
 
Die Nummer zwei unter den wichtigsten Abnehmern 2015 ist Südkorea, mit einem Zuwachs bei den Ausfuhren von 40 % gegenüber den Vorjahr und einem Anteil an den Gesamtausfuhren von 9 %. Im Jahr 2014 lag der koreanische Anteil an allen europäischen Schweinefleischausfuhren bei etwa 7 %, wobei sich die Exportmenge der Europäer nach Südkorea 2014 mehr als verdoppelt hatte.
 
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Japan und Honkong importieren weniger
Um rund 13 % zurückgegangen ist in den ersten vier Monaten des Jahres 2015 der Export nach Japan. Auf die Japaner entfallen derzeit gut 9 % aller europäischen Ausfuhren. Im Jahr 2014 lag der japanische Anteil an allen europäischen Schweinefleischausfuhren bei gut 10 % und die Exportmenge der Europäer nach Japan war im Jahr 2014 um 32 % gewachsen.
 
Einen Zuwachs von 3 % verzeichnen die Europäer im Zeitraum Januar bis April 2015 bei den Exporten Richtung Philippinen. Im Jahr 2014 lag der Anteil der Philippinen an allen europäischen Schweinefleischausfuhren bei knapp 7 % und die Exportmenge der Europäer in das südostasiatischen Land war 2014 um 94 % gewachsen.
 Weitere Exportländer mit sehr starken Zuwächsen waren im bisherigen Jahresverlauf Australien mit 57 % (3 % aller Exporte) und die USA mit 13 % Wachstum (4 % aller Exporte).
 
Deutscher Export wächst um 15 Prozent
Größter Schweinefleischexporteur der Europäischen Union ist 2015 (wie schon im 2014) Deutschland, deutlich vor Dänemark. Dabei hat der deutsche Export 2015 gegenüber dem Vorjahr um 15 % zugenommen, nachdem die Ausfuhren im Gesamtjahr 2014 trotz des russischen Importstopps um knapp 5 % zurückgegangen waren.
 
Die dänischen Ausfuhren sind 2015 bisher ähnlich hoch wie 2014, nachdem die dänischen Ausfuhren im Jahr 2014 um etwa 8 % zurückgegangen waren.
Die niederländische Exportmenge ist 2015 etwa 7,5 % größer als im Vorjahr, während die polnischen Ausfuhren um 28 % geschrumpft sind.
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Der deutsche Anteil an den europäischen Gesamtexporten lag im Zeitraum Januar bis April 2015 bei etwa 25 %. Der Anteil der Exporte Dänemarks an den Gesamtausfuhren lag bei knapp 19 %, Spanien kommt bei kräftig wachsenden Exporten auf 16 % der europäischen Gesamtausfuhren, die Niederlande auf 9 %, Frankreich auf 7 % und Polen liegt bei knapp 5 %. Im den letzten Jahren gingen etwa ein Viertel aller deutschen Schweinefleisch-Ausfuhren in Drittländer, während drei Viertel in andere EU-Staaten verkauft wurden.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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