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Analyse

Schwein: Großes Angebot verhindert Preisanstieg

von , am
12.06.2014

Die Schlachtwoche vor Pfingsten hat einen erheblichen Angebotszuwachs an Schweinen gebracht.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Schlachtwoche vor Pfingsten hat einen erheblichen Angebotszuwachs an Schweinen gebracht. So viele Schweine wurden in Deutschland zuletzt Anfang April geschlachtet. Damit verfügten die Schlachter auch für die Woche nach Pfingsten noch über ausreichend Ware, um einen weiteren Preisanstieg erst einmal auszubremsen. Offenbar will man erst einmal abwarten wie viel Ware der Einzelhandel mit dem aktuellen Start der Fußballweltmeisterschaft (zusätzlich) ordert. Das Wetter wird zwar zum Ende der Woche wieder etwas kühler, aber zu Grillen reichen die Temperaturen allemal. Am Terminmarkt geht man derzeit von einem weiteren moderaten Anstieg der Preise aus.
 
VEZG-Preis erst einmal unverändert
An diesem Mittwoch (11.06) wurde der bis zum nächsten Mittwoch (18.06) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine mit 1,71 Euro/kg SG festgelegt und damit unverändert fortgeschrieben. Die Preise bewegten sich in einer Spanne von 1,71 Euro bis 1,74 Euro/kg SG. Auf der ISN-Auktion am Dienstag (10.06) waren die Preise für die dort gehandelten Schweine um 2 Ct angestiegen. Einen Preisaufschlag von 2 Ct gab es an diesem Mittwoch (11.06) bei VEZG -Preis für Schlachtsauen auf 1,32 Ct/kg SG. Die Preisspanne liegt zwischen 1,30 bis 1,33 Euro/kg SG.
 
Schlachtung hat deutlich zugenommen
Die Zahl der geschlachteten Schweine hat in der vorigen vollen Schlachtwoche (bis 11. Juni), deutlich zugenommen. Mit insgesamt 985.993 geschlachteten Schweinen wurden 14,8 % mehr Schweine abgerechnet wie in der vorigen (um einen Schlachttag kürzeren) Woche (858.845). So viele Schweine wurden zudem seit Anfang April nicht mehr geschlachtet. Gleichzeitig übertrifft die aktuelle Schlachtmenge den Wert aus dem Vorjahr um rund 5,0 %. In der Summe der ersten 23 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014, liegt die Zahl der geschlachteten Schweine nur 0,5 % unter der Rekordschlachtung aus dem Jahr 2013. Die Zahl der geschlachteten Sauen nahm in der letzten Woche (bis 11. Juni) um 30 % auf 19.084 Tiere zu.
 
Auszahlungspreise legen leicht zu
Der von den Schlachtunternehmen in der letzten Abrechnungswoche bis zum 08. Juni durchschnittlich ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse E, lag bei 1,74 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse S wurden den Landwirten 1,70 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 01.06) haben die Auszahlungspreise für Schachtschweine damit um 1 Ct (Hkl. S) bzw. um 2 Ct (Hkl. E) zugelegt. Schlachtsauen (M) wurden in der letzten Schlachtwoche bis zum 08. Juni mit 1,35 Euro/kg SG abgerechnet und zu unveränderten Preisen.
 
Terminmarkt etwas fester
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) haben die Kontraktpreise für Schlachtschweine im Vergleich zur Vorwoche für die hinteren Termine (ab Juli) leicht zugelegt. Der Junikontrakt wurde am Mittwoch (11.06) mit knapp 1,72 Euro/kg gehandelt und damit unverändert zur Vorwoche und 1 Ct über dem aktuellen Niveau der VEZG-Notierung. Für den Juli lagen die Preiserwartungen an der Eurex bei 1,75 Euro/kg und damit 1 Ct höher wie in der letzten Woche. Der Augustkontrakt wurde am Mittwoch am Terminmarkt mit 1,76 Euro/kg SG gehandelt und damit ebenfalls ein 1 Ct über dem Vorwochenpreis. Im August soll die Preisspitze in diesem Jahr erreicht sein.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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