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Analyse

Schwein: Preise steigen nicht weiter

von , am
31.01.2014

Am Terminmarkt erwartet man erst einmal keine weiteren Preisveränderungen.

© Mühlhausen/landpixel
 
In den ersten vier Januar-Wochen 2014 war die Zahl der geschlachteten Schweine in Deutschland ähnlich groß wie im letzten Jahr. Gleichzeitig waren die Preise knapp 10 Ct niedriger als 2013. Die erwartete (weitere) Preiserholung blieb kurz vor dem Monatswechsel erst einmal aus. Auch die Preiserwartung am Terminmarkt hat sich verschlechtert. Geschlachtet haben die meldepflichtigen Schlachtbetriebe im Januar knapp 1 Prozent weniger Schlachtschweine als in den ersten vier Wochen des Jahres 2013. Deutlich kleiner als im Vorjahr war die Schlachtung jedoch nur in der ersten Januarwoche. Danach wurden in Deutschland wieder mehr oder zumindest genauso viel Schweine geschlachtet wie im Rekordjahr 2013. Im Vergleich zum Januar 2012 ist die abgerechnete Schlachtmenge der ersten vier Wochen jedoch fast 4,0 % größer, gegenüber dem Januar 2011 beträgt der Zuwachs sogar 18 % (!!).
 
Erwartete Preiserholung kommt nicht
In der vierten Januarwoche 2014 war die Zahl der geschlachteten Schweine in etwa so groß wie 2013. Gleichzeitig war die Schlachtung 3 % kleiner als in der Woche zuvor, was den Preisanstieg in der dritten Januarwoche von 3 Ct auf 1,59 Euro/kg erklärt. Insgesamt sind die Schweinepreise in Deutschland in den ersten vier Januarwochen jedoch nur sehr moderat von 1,54 Euro auf 1,59 Euro /kg SG gestiegen. Am letzten Freitag im Januar (31.01) haben sich die Preise nicht mehr verändert. Dabei hatten die Ergebnisse der ISN-Auktion am Mittwoch durchaus noch einmal einen kleinen Preisanstieg erwarten lassen. Hauptgrund für die erst einmal unveränderte Notierung dürften die befürchteten Schwierigkeiten beim Russlandexport sein. Im Jahr 2013 lagen die Preise im Januar - bei einem ähnlich großen Angebot wie jetzt - immerhin zwischen 1,67 Euro und 1,70 Euro und damit rund 10 Ct höher. Vor zwei Jahren kosteten die Schweine im Januar (bei einem kleineren Angebot) 1,48 Euro bis 1,58 Euro/kg und damit sogar etwas weniger.
 
Ausblick hat sich verschlechtert
Am Terminmarkt erwartet man erst einmal keine weiteren Preisveränderungen. An der Eurex liegen die Kontraktpreise für den Februar am 31. Januar bei 1,58 Euro und damit 4 Ct niedriger als in der letzten Woche (1,62 Euro). Gleichzeitig befinden sich die Februarpreise auf dem Niveau der Kassapreise der aktuellen Woche, jedoch weiterhin deutlich unter den Vorjahrespreisen (1,68-1,70 Euro). Eine Preiserholung erwarte man derzeit erst im Mai mit Preisen von 1,66 Euro/kg. Bis Juli solle die Schweinepreise dann lediglich bis auf 1,75 Euro klettern. Im letzten Jahr pendelten sich die Schweinepreise bis in den April hinein um die Marke von 1,70 Euro ein und gaben dann wegen der sich deutlich verspätenden Grillsaison im Mai sogar noch einmal unter 1,70 Euro nach. Allerdings stiegen die Schweinepreise im Spätsommer letzten Jahres bis auf 1,95 Euro. Davon geht man am Terminmarkt dieses Jahr erst einmal nicht aus.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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