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Analyse

Schwein: Probleme beim Absatz drücken auf die Preise

von , am
08.07.2014

Zum Beginn der zweiten Juliwoche scheinen die Schweinepreise in Deutschland überraschend deutlich unter Druck zu geraten.

© Mühlhausen/landpixel
 
Zum Beginn der zweiten Juliwoche scheinen die Schweinepreise in Deutschland überraschend deutlich unter Druck zu geraten. Am vorigen Mittwoch hatten die Teilnehmer die VEZG-Notierung den Schweinepreis-Preis bereits um 3 Ct nach unten korrigiert. Am Montag (07.07) der neuen Woche brechen die Preise auf der ISN-Auktion sogar um 7 Ct ein. Grund ist anscheinend die Drosslung der Nachfrage (Schlachtmenge) durch die rote Seite wegen Absatzproblemen und damit eine veränderte Relation von Angebot und Nachfrage. In der letzten derzeit vorliegenden Abrechnungswoche bis zum 29. Juni ging die Schweine-Schlachtung in Deutschland allerdings nur ganz leicht um 2 % zurück und stützt die Vermutung einer deutlich gedrosselten Schlachtung zunächst einmal nicht.
 
Preisdruck wegen Absatzproblemen
Offenbar läuft der Absatz von Grillfleisch trotz der (für Deutschland bislang erfolgreichen) Fußballweltmeisterschaft und dem sehr gutem Grillwetter am letzten Wochenende nicht so gut wie erwartetet und die Schlachter versuchen die Schweinepreise an ihre Absatzlage anzupassen. Auch der Wetterausblick für die nächsten Tage ist nicht sonderlich günstig für die Preise (kühler und Regen), so dass auch von dieser Seite keine Entlastung kommen dürfte. Am Terminmarkt gaben die Kontraktpreise für den Juli am Montag weiter nach.
 
Auktionspreise brechen zum Wochenbeginn ein
Am Montag (07.07) dieser Woche hat der Schweinepreise auf der Internetversteigerung der ISN um 7 Ct auf 1,75 Euro/kg nachgegeben. Außerdem wurden zwei Drittel der auf der ISN-Auktion angebotenen Schweine wegen der zu hohen Preisforderungen nicht verkauft. Am letzten Mittwoch (03.07) wurde der bis zum kommenden Mittwoch (09.07) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine bereist um 3 Ct auf 1,75 Euro/kg SG gesenkt. Die Preise bewegten sich in einer Spanne von 1,74 Euro bis 1,75 Euro/kg SG.. Keine Preisveränderung gab es letzten Mittwoch (03.07) beim VEZG -Preis für Schlachtsauen mit 1,36 Ct/kg SG. Die Preisspanne für Sauen lag zwischen 1,36 Euro und 1,37 Euro/kg SG.
 
Schlachtung bis Ende Juni stabil
Die Zahl der geschlachteten Schweine blieb in der letzten vorliegenden Schlachtwoche bis 29. Juni nahezu stabil bzw. hat nur ganz leicht abgenommen. Mit insgesamt 895.171 geschlachteten Schweinen wurden knapp 2 % weniger Schweine abgerechnet wie in der Woche zuvor (910.540). Gleichzeitig erreichte die aktuelle Schlachtmenge (wie schon in der Vorwoche) fast exakt den vergleichbaren Wert aus dem Vorjahr. In der Summe der ersten 26 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014 ist die Zahl der bis dahin geschlachteten Schweine nur 0,6 % niedriger als die Rekordschlachtung aus dem Jahr 2013. Die Zahl der geschlachteten Sauen blieb in der letzten Woche (bis 29. Juni) mit 17.579 Tieren ebenfalls fast stabil.
 
Auszahlungspreise bis Ende Juni gestiegen
Der von den Schlachtunternehmen in der letzten Abrechnungswoche bis zum 29. Juni durchschnittlich ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse E lag bei 1,76 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse S wurden den Landwirten 1,81 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 22.06) haben die Auszahlungspreise für Schachtschweine der Hkl. S und E um jeweils 4 Ct zugelegt. Schlachtsauen (M) wurden in der letzten Schlachtwoche bis zum 29. Juni mit 1,39 Euro/kg SG abgerechnet und damit zu 2 Ct höheren Preisen.
 
Terminmarkt vergrößert Abstand zum Kassamarkt
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) haben die Kontraktpreise für Schlachtschweine im Vergleich zur Vorwoche für den vorderen Termin (Juli) am Montag nachgegeben. Der Julikontrakt wurde am Montag (07.07) mit 1,71 Euro/kg gehandelt und damit 1 Ct niedriger als am letzten Freitag und zudem 4 Ct unter dem Niveau der letzten VEZG-Notierung. Der Augustkontrakt wurde am Montag am Terminmarkt mit 1,75 Euro/kg SG gehandelt und damit 3 Ct unter dem Vorwochenpreis. Im August soll die Preisspitze in diesem Jahr erreicht sein.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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