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Analyse

Schwein: Schlachtung bleibt hoch, Preise steigen leicht

von , am
28.08.2014

Die Zahl der geschlachteten Schweine bleibt Ende August unverändert hoch.. Die Schweinepreise können erstmals seit 4 Woche wieder leicht zulegen

© Massonforstock/fotolia
Die Zahl der geschlachteten Schweine bleibt Ende August unverändert hoch. Aber der Markt zeigt sich mit dem Ende der Sommerferien offenbar etwas aufnahmefähiger. Die Schweinepreise können jedenfalls in Erwartung besser Absatzmöglichkeiten erstmals seit 4 Woche wieder leicht zulegen. Allerdings sind die Anzeichen für eine deutliche Erholung der Nachfrage und der Preise eher verhalten. Das Angebot wird wohl weiterhin ziemlich groß bleiben und die weitere Entwicklung maßgeblich bestimmen. Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) rechnet man derzeit (trotz der etwas höheren Kassapreise) für den September erst einmal nicht mit einem (weiteren) Anstieg der Schweinepreise. Anfang August war die Preiserwartung am Terminmarkt noch wesentlich höher und lag deutlich über dem Niveau des aktuellen VEZG-Preises.
 
Schweinepreise (VEZG) legen leicht zu
Am Mittwoch (27.08) wurde der bis zum nächsten Mittwoch (03.09) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine nach vier Wochen Stagnation um 2 Ct auf 1,65 Euro/kg SG nach oben gesetzt. Die Preise bewegen sich innerhalb einer relativ engen Spanne von 1,63 Euro/kg bis 1,65 Euro/kg SG. Bereits am Dienstag (26.08) hatten die Schweinepreise auf der Internetversteigerung der ISN um einen 1 Ct auf 1,67 Euro zugelegt und bewegen sich damit 2 Ct über dem aktuellen VEZG-Preis. Diesmal wurden 9 % der auf der ISN-Auktion angebotenen Schweine nicht verkauft.
 
Schlachtung bleibt auf sehr hohem Niveau
Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm in der Schlachtwoche bis 24. August ganz leicht zu und hält sich damit auf dem den höchsten Stand seit Angang Juni und damit seit 12 Wochen. Mit insgesamt 958.455 geschlachteten Schweinen wurden knapp 1 % mehr Schweine abgerechnet wie in der Woche zuvor (950.994). Gleichzeitig war die aktuelle Schlachtmenge knapp 6 % größer als in der vergleichbaren Vorjahreswoche. In der Summe der ersten 34 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014 (Januar bis 24. August) ist die Zahl der bis dahin geschlachteten Schweine jetzt nur noch 0,2 % kleiner als die Rekordschlachtung aus dem Jahr 2013. Die Zahl der geschlachteten Sauen nahm in der letzten Woche (bis 24. August) um 2 % auf 18.187 Tiere zu.
 
Schweinepreise weiterhin deutlich unter Vorjahr
Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 24. August durchschnittlich ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse E lag bei 1,64 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse S wurden den Landwirten 1,68 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 17.08) waren die Auszahlungspreise für Schachtschweine der Hkl. S unverändert und der Hkl. E 1 Ct höher. Gegenüber dem Vorjahr waren die Schweinepreise zum letzten Abrechnungstermin (24. August 2014) rund 27 Ct niedriger und das Niveau von 2012 wurde um 22 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) sind die Schweinepreise in der vergleichbaren Woche von 1,87 Euro bis auf 1,93 Euro/kg gestiegen. Schlachtsauen (M) wurden in der aktuellen Schlachtwoche bis zum 24. August 2014 mit 1,32 Euro/kg SG abgerechnet und damit 1 Ct unter dem Preis der Vorwoche.
 
Schwache Aussichten am Terminmarkt
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) haben sich die Kontraktpreise für Schlachtschweine im Vergleich zur Vorwoche nicht weiter verändert nach dem die Notierungen in der letzten Woche für die kommenden Termine deutlich zurückgegangen waren. Am Mittwoch (27.08) wurde der Septemberkontrakt am am Terminmarkt mit 1,66 notiert und damit 3 Ct höher als in der Vorwoche (163) und rund 1 Ct über dem aktuellen VEZG-Preis. Der Oktobertermin beendete den Handel am Mittwoch bei 1,63 Euro/kg SG und damit 2 Ct unter dem Niveau der Vorwoche (1,65 Euro). Bis Dezember erwartet am Terminmarkt einen Rückgang der Schweinepreise unter 1,60 Euro/kg.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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