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Analyse

Schwein: Schlachtung nimmt zu, Preise behaupten sich

von , am
15.08.2014

Mitte August nahm die Zahl der geschlachteten Schweine in Deutschland erstmals seit 4 Wochen wieder kräftig zu.

© Vladimir Mucibabic/fotolia.de

Mitte August nahm die Zahl der geschlachteten Schweine in Deutschland erstmals seit 4 Wochen wieder kräftig zu. Die Schweinepreise konnten sich dennoch auf dem bereits sehr niedrigen Niveau behaupten. Das dürfte im August wohl auch erst einmal so bleiben, wenn das Angebot an Schlachtschweinen nicht noch weiter wächst. Spürbare Impulse bei der Nachfrage wird jedenfalls erst das Ende der Sommerferien im bevölkerungsreichen Westen Deutschland bringen. Bis dahin werden wohl kaum höhere Schweinepreise durchzusetzen sein. Diese Marktlage spiegelt sich auch im VEZG-Preis wieder der diese Woche unverändert blieb. Auch am Terminmarkt rechnet man erst im September mit einem Anstieg der Schweinepreise.
 
Schweinepreise behaupten sich
Am Mittwoch (13.08) wurde der bis zum nächsten Mittwoch (20.08) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine unverändert bei 1,63 Euro/kg SG belassen. Die Preise bewegten sich in einer relativ engen und insgesamt nach unten korrigierten Spanne von 1,60 Euro bis 1,63 Euro/kg SG. Keine Preisveränderung gab es am Mittwoch (13.08) beim VEZG-Preis für Schlachtsauen mit 1,28 Ct/kg SG. Die Preisspanne für Sauen lag zwischen 1,28 Euro und 1,30 Euro/kg SG. Am Dienstag (12.08) hatten die Schweinepreise auf der Internetversteigerung der ISN um 1 Ct nachgegeben, liegen aber mit 1,66 Euro weiterhin über dem VEZ-Preis. Allerdings konnte nur die Hälfte der auf der ISN-Auktion angebotenen Schweine auch verkauft werden.
 
Sehr kräftige Zunahme der Schlachtung
Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm in der Schlachtwoche bis 10. August das erste mal seit vier Wochen wieder kräftig zu. Mit insgesamt 935.342 geschlachteten Schweinen wurden knapp 7 % mehr Schweine abgerechnet wie in der Woche zuvor (875.569). Gleichzeitig war die aktuelle Schlachtmenge fast 5 % größer als in der vergleichbaren Vorjahreswoche. In der Summe der ersten 32 Wochen des aktuellen Kalenderjahres 2014 (Januar bis 10. August) ist die Zahl der bis dahin geschlachteten Schweine nur 0,6 % kleiner als die Rekordschlachtung aus dem Jahr 2013. Die Zahl der geschlachteten Sauen nahm in der letzten Woche (bis 10. August) um 4 % auf 17.100 Tiere ab.
 
Schweinepreise weiterhin niedriger als 2013
Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 10. August durchschnittlich ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse E lag bei 1,63 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse S wurde den Landwirten 1,68 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 03.08) waren die Auszahlungspreise für Schachtschweine der Hkl. S unverändert und der Hkl. E um 1 Ct niedriger. Gegenüber dem Vorjahr waren die Schweinepreise zum letzten Abrechnungstermin (10. August 2014) rund 17 Ct niedriger und das Niveau von 2012 wurde um 10 Ct verfehlt. Im letzten Jahr (2013) sind die Schweinepreise in der aktuellen Woche von 1,82 Euro und bis auf 1,83 Euro/kg gestiegen. Schlachtsauen (M) wurden in der letzten Schlachtwoche bis zum 10. August mit 1,32 Euro/kg SG abgerechnet und damit unverändert zur Vorwoche.
 
Preiserwartung am Terminmarkt rückläufig
Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) haben sich die Kontraktpreise für Schlachtschweine im Vergleich zur Vorwoche für den vorderen Termin (August) nicht weiter verändert. Der Augustkontrakt wurde am Mittwoch (13.08) mit 1,63 Euro/kg gehandelt und damit auf dem Niveau der aktuellen VEZG-Notierung. Der Septemberkontrakt wurde am Mittwoch am Terminmarkt mit knapp 1,70 Euro/kg SG notiert und damit 3 Ct niedriger als in der Vorwoche, jedoch etwa 7 Ct über dem aktuellen Niveau des VEZG-Preises. Der Oktobertermin beendete den Handel bei 1,69 Euro/kg und damit 1 Ct niedriger als in der Vorwoche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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