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Analyse

Schweine: Preisdruck nimmt zu

von , am
27.02.2014

Am Schweinemarkt nimmt der Druck auf die Preise zu. Gleichzeitig ist das Angebot an Schweinen (Schlachtung) in Deutschland nicht kleiner geworden.

© Mühlhausen/landpixel
 
Am Schweinemarkt nimmt der Druck auf die Preise zu. Gleichzeitig ist das Angebot an Schweinen (Schlachtung) in Deutschland nicht kleiner geworden. Das russischen Einfuhrverbot und die weitere Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest in der EU verschlechterten jedoch die Absatzmöglichkeiten in andere EU-Länder. Ende Februar waren die Schweinepreise bei etwa gleich großer Schlachtmenge rund 21 Ct bzw. 12 % niedriger als im Vorjahr. Angesichts der sehr schwierigen Marktlage hat sich die Preiserwartung für den März weiter verschlechtert. An der Internetbörse der ISN gingen die Schweinepreise Mittwoch (26.02) weiter zurück.
 
Schlachtung unverändert hoch
Im der letzten Schlachtwoche bis zum 23. Februar war die Zahl der in Deutschland geschlachteten Schweine ähnlich groß wie in der Woche zuvor und ebenso so groß wie im Vorjahr. Auch im Monat Februar sowie in den ersten 8 Wochen des Jahres 2014 war die Zahl der geschlachteten Schweine in Deutschland etwa so groß wie 2013. Damit werden trotz der Absatzprobleme weiterhin so viele Schweine geschlachtet wie im bisherigen Rekordjahr 2013. Im Vergleich zum Jahr 2012 war die abgerechnete Schlachtmenge der ersten acht Wochen des Jahres 2014 sogar knapp 6,0 % größer, gegenüber den ersten beiden Monaten des Jahres 2011 beträgt der Zuwachs der Schlachtung sogar 15 %.
 
Schweinepreise schon 20 Ct niedriger als 2013
Im Februar 2014 sind die Schweinepreise von 1,61 Euro/kg bis auf 1,50 Euro gefallen und liegen damit deutlich unter dem Niveau der letzten beiden Jahre. Im Jahr 2013 bekamen die deutschen Mäster Ende Februar für ihre Schweine 1,71 Euro/kg SG und vor zwei Jahren lag der Preis zu diesem Zeitpunkt bei 1,62 Euro/kg. Damit ist das derzeitige Preisniveau 21 Ct oder 12 % niedriger als 2013 und 11 Ct niedriger als 2012. Und derzeit sieht alles nach weiter nachgebenden Preisen aus.
 
Weiterer Preisrückgang erwartet
An der Internetbörse der ISN gingen die Schweinepreise am Mittwoch (26.02) deutlich um 4 Ct zurück. Angesichts der aktuellen Marktlage hat sich die Preiserwartung am Terminmarkt weiter verschlechtert. An der Eurex lagen die Kontraktpreise für den Märztermin am Mittwoch nur noch bei 1,48 Euro/kg und damit nochmals 1 Ct niedriger als in der Vorwoche und 2 Ct unter dem aktuellen Marktpreis. Für den April liegen die Preiserwartungen an der Eurex jetzt nur noch bei 1,54 Euro/kg und damit ebenfalls 1 Ct niedriger als in der letzten Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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